13. Juli 2012

Stuttgart-Athen per Rad (6. Etappe)

Entspannt bergab nach Bella Italia

Die schlimmste Hürde ist genommen. Fast immer schön bergab ging die Cycle2Greece-Tour am Donnerstag, den 12. Juli 2012, die 92 Kilometer nach Meran in Südtirol. Das war willkommen. Denn die 2500 Höhenmeter des Vortags lagen Nikos und Vassilis noch in den Knochen. Besonders die Knie schmerzten nach der gestrigen anstrengenden Bergetappe.

Gesellig wie die Griechen halt so sind, kamen die beiden Jungs auch wieder mit vielen Menschen ins Gespräch, darunter ein nettes Ehepaar aus Siegen, mit dem sie auf dessen Vorschlag einen  kleinen Umweg in die Forst-Brauerei machten. In Meran angekommen, gönnten sich Nikos und Vassilis erst einmal einen echten italienischen Espresso. Bis hierher lief alles ganz wie vor dem Aufbruch im Tourbook geplant.

Dann sind wir mal gespannt ob auch am nächsten Tag wieder alles so schön wie am Schürchen läuft: Freitag dem 13.! Dann geht es erst mal wieder bergauf zum Auener Jöchl, bevor es wieder bergab nach Bozen geht. 50 Kilometer und 2179 Höhenmeter stehen für den Freitag auf dem Programm. Wird schon klappen. Jetzt haben die beiden sich ja schon mal ordentlich eingeradelt. Und selbst, wenn sie abergläubisch sein sollten, so hat der Freitag, der 13. für die beiden Deutsch-Griechen wohl allerhöchstens den halben Schrecken. Denn für ihre griechische Hälfte ist der Freitag gar kein Pechtag. In Griechenland pechts statt dessen am Dienstag. Dann mal auf jeden Fall toi, toi, toi!

12. Juli 2012

Stuttgart-Athen per Rad (5. Etappe)

Brutal war's

Hoch zum Idjoch-Gipfel ging es am Mittwoch,  dem 11. Juli 2012.„Brutal war’s“, darin waren sich Nikos und Vassilis einig, nachdem sie die größte Hürde auf ihrem Weg nach Athen genommen hatten und kurz zum Genuss des faszinierenden Alpenpanoramas verschnauften. „Wenn wir nicht schon atemlos gewesen wären…wir wären es bei diesem Anblick sicher geworden“, sagte Vassili dazu. Dann ging es erst mal wieder bergab. Da der Fahrradweg nicht mehr deutlich erkennbar war, mussten die zwei Stuttgarter Athen-Radler ein gutes Stück auf der Autostraße weiterfahren. Kein Spaß. Nachdem die beiden ins Tal hinuntergedonnert waren, trafen sie auf eine Schulgruppe, die, wie sich herausstellte, doch tatsächlich aus Feuerbach kam. Die Klassenlehrerin erinnerte sich sogar, Nikos Frau unterrichtet zu haben. Die Schwaben sind eben überall :-). Etappen-Ziel war Nauders, wo Nikos und Vassilis hundemüde im Hotel Bergfrieden ins Bett fielen.
Am nächsten Tag geht es dann nach den ersten drei Bergetappen etwas entspannter nach Meran in Südtirol. Bis jetzt läuft alles genau wie im Tour-Buch geplant.

11. Juli 2012

Kapitel 6 online - Unterwegs mit Anna, Connie und Bernd

Ganz schön deutsch geht es im 6. Kapitel des Fettnäpfchenführers Griechenland zu, das vom Zechen und Blechen in einer griechischen Fischtaverne auf der Vulkaninsel Nisyros handelt.  Für kurze Zeit steht es zusammen mit den ersten fünf Kapitel des in einen unterhaltsamen Reisebericht von den Dodekanes und Kykladen verpackten kleinen Griechenland-Knigge online.

Stuttgart-Athen per Rad (4. Etappe)

Schneeballschlacht und Gewitter

Inzwischen sind sie zu Viert, die wackeren Alpen-Überquerer. Dave und Patrick, die sie unterwegs trafen und die - welch ein Zufall! - auch aus Stuttgart kommen, haben sich spontan (für ein Stück der Wegstrecke?) zu Nikos und Vassilis gesellt. Bis auf 2300 m hinauf zur Heilbronner Hütte ging es am Dienstag, den 10. Juli 2012. Sogar genug Schnee für eine Schneeballschlacht gab unterwegs - mitten im Juli!.
Zwar hatte es auch diese Etappe in sich, wenigstens ging es nicht mehr direkt am Abgrund entlang. Dafür gerieten die Biker auf der Abfahrt nach Ischgl in ein schlimmes Gewitter – sie schafften es aber noch rechtzeitig ins Hotel. Weitere Fotos von der Etappe haben die Radler auf Facebook hochgeladen.

Morgen stehen die 62 Kilometer und über 2000 Höhenmeter bis nach Nauders Unterdorf auf dem Programm.

10. Juli 2012

Stuttgart-Athen per Rad (3. Etappe)


Erste alpine Etappe.
50 Kilometer klingt nicht viel. Aber die hatten es in sich!  Fast 1800 Höhenmeter musste das http://cycle2greece.de/ – Duo gestern, am 9. Juli 2012, auf seinem Weg ins österreichische St. Anton bewältigen: Den Schrofenpass mit dem Deutsch-Österreichischen Grenzübergang rauf, über den Lech, dann den Flexenpass hinauf und zu guter Letzt über den Arlbergpass nach St. Anton.
Etwa zwei Kilometer und gleichzeitig mehrere Hundert Höhenmeter war die Strecke nicht mehr befahrbar – eine Umkehr ausgeschlossen. Also nahmen die beiden ihr Fahrrad auf den Rücken und kletterten die schmalen Pfade entlang, am Rande ihrer Kräfte und am Rande des Abgrunds. „Ein Fehltritt – und wir wären in die Tiefe gestürzt“, erzählt Vassili. „So etwas Krasses habe ich noch nie erlebt.“ Niko pflichtet ihm bei: „Das war unglaublich anstrengend; einfach brutal.“ Dafür wurden die beiden immer wieder mit einzigartigen Ausblicken über die Alpen belohnt. „Noch nie haben wir uns der Natur so verbunden gefühlt“, darin sind sich die beiden einig.  Zufällig trafen die Radler am Anfang der Etappe zwei Mountainbiker die ganz zufällig – die Welt ist ein Dorf – aus Stuttgart stammten, und sich Niko und Vassili kurzerhand anschlossen. Wer weiß, für wie lange. Denn auch morgen wartet eine nicht weniger anstrengende Bergetappe auf Vassili und Niko: Von St. Anton geht es steil hinauf über die Heilbronner Hütte nach Ischgl.

9. Juli 2012

Stuttgart-Athen per Rad (2. Etappe)

…und der Popo beginnt zu Schmerzen
Bei gutem Wetter ging es am 2. Tag der Cycle2Greece- (alias Spätzle-meets-Gyros-, alias Von Zuhause nach Daheim-) Tour von Biberach entlang der Iller ins Allgäu.   Inzwischen funktionierte auch das Navigationssystem besser. „ Es führt uns nur über Radwege an unser Ziel, das heißt, die Wege sind meistens in herrlicher Landschaft, oft auch im Wald. Das macht wirklich Spaß“, erzählt Niko am Abend in Oberstdorf, als 112 Kilometer und rund 1300 Höhenmeter Tagespensum hinter den zwei Radlern liegen.  „Auch heute lief alles super“, so das Fazit der Jungs. „Naja, fast alles“, lacht Niko. „Unsere Popos tun wirklich höllisch weh J …!“

Ab Morgen geht’s auf die Berge!!!!!!

8. Juli 2012

Stuttgart-Athen per Rad (1.Etappe)

Wie geplant sind die zwei griechischstämmigen Schwaben Nikolaos Radis und Vassilis Kirtzakis gestern, am 7. Juli 2012 um 11 Uhr am Stuttgarter Fernsehturm gestartet: Von Zuhause nach Daheim, von Stuttgart nach Athen soll's gehen. Familie, Freunde und Kollegen waren gekommen, um die beiden zu verabschieden.

Bis Biberach an dem Riss führte die erste Etappe. Das waren 114 Kilometer und insgesamt gut 1500 Höhenmeter.

„Die Passagen die Alb hoch hatten es schon in sich“, erzählt Nikos. „Dafür wurden wir aber mit einer sagenhaften Landschaft und den schönsten Ausblicken belohnt!“ Sein Fazit nach dem ersten Tag: „Es ist alles super gelaufen! Nur das Navi hat uns manchmal ein bisschen in die Irre geführt. Aber die Leute waren immer sehr hilfsbereit, wenn wir dann gefragt haben: Sorry, wo geht’s denn hier nach Athen?“

 Über ihre Projekt-Website und über cycle2greece auf Facebook wollen die zwei Athenradler ihre Fans über den Fortgang ihrer Spätzle-meets-Gyros-Tour auf dem Laufenden halten.

2. Juli 2012

Der zypriotische Komponist Stavros Lantsias

Am 4. Juli 2012, 19 Uhr sitzt der Komponist Stavros Lantsias selbst am Klavier in der Passionskirche, Marheinekeplatz 1, 10961 Berlin. Begleitet wird am Cello, am Schlagzeug und auf der kretischen Lyra  von Giorgos Kaloudis sowie an Trompete und Flügelhorn von Andreas Polyzogopoulos. Ferner tritt die Sopranistin Sonia Theodoridou auf. Seine Klangsphären führen in die Welt der zyprischen Mythen und Legenden.
Am 31. August gibt Stavros Lantsias ein Konzert in Athen im Rahmen des  Rematia Festivals.



1. Juli 2012

Kapitel 5 online - Unterwegs mit Anna, Connie und Bernd

Ng, nng, nnng!

Nach einer Wanderung auf den Profitis Ilias, die höchste Erhebung der Vulkaninsel Nisyros, lassen Anna und Connie den Tag in einer Fischtaverne am Ufer unterhalb des Klosters Panagia Spiliani ausklingen, während die Sonne ins Meer versinkt. Sie versuchen sich an etwas ungewohnter Kost. 

Für kurze Zeit steht auch dieses fünte Kapitel des Fettnäpfchenführeres Griechenland komplett, mit Fotos illustriert, im Rahmen des Buch- und Fotoblogs "Blaue Wunder im Land der Götter" online. Es geht darin um Spezialitäten aus Neptuns Reich und um filotimo. Was das ist, erfährt der Leser am Ende des Kapitels.

26. Juni 2012

Kapitel 4 online - Unterwegs mit Anna, Connie und Bernd

Connie hat mächtig Bammel

Connie und Anna sind inzwischen weiter gereist auf die Vulkaninsel Nisyros. Von Bammel, Kreuzzeichen und Frömmigkeit handelt das vierte Kapitel des "Fettnäpfchenführers Griechenland", das von ihren Abenteuern auf der Insel berichtet und in dem es außerdem etwas über die griechische Orthodoxie, über Krokodilchen und über eine nützliche Einstellung im Land der Hellenen zu erfahren gibt. 
Für kurze Zeit steht das komplette Kapitel online. Die begleitenden Fotogalerien haben den Hauptort Mandraki der Dodekanes-Insel Nisyros und Kapellen und Kirchen verschiedener griechischer Inseln im Fokus.

24. Juni 2012

24. Juni - Johannistag

Wie in westlichen Ländern gedenkt man auch in Griechenland am 24. Juni der Geburt Johannis des Täufers. Auch ganz ähnlich steht der Tag in enger Verbindung zur Sommersonnenwende, die am 21. Juni ist, und die man mit dem Johannisfeuer feiert. In Griechenland ist es Brauch, die Maikränze, die man am 1. Mai gebunden hat, in dieses Feuer zu werfen und darüber zu springen - das Ganze meist im Rahmen eines Festes mit Musik Tanz, das man wie jedes Kirchen- oder Heiligenfest Jorti oder Panigyri nennt.
Daneben gibt es in Griechenland den Klidona genannten Brauch, der für unverheiratete Mädchen eine Bedeutung hat. Sie versammeln sich am Vorabend des Johannistags. Ein "Glückskind", dessen beide Elternteile noch am Leben sein müssen,  bringt von einer Quelle das sogenannte stille oder stumme Wasser. 
Alle müssen sich dabei absolut still verhalten. Das Wasser wird in einen irdenen Tontopf gefüllt, in den jedes Mädchen  - wieder schweigend - einen Apfel oder einen persönlichen Gegenstand wirft. Danach wird der irdene Topf mit rotem Stoff bedeckt und mit einer Schnur verschlossen. Daher Klidona von klidonetai für "wird verschlossen". Die ganze Nacht über bleibt der Topf im Freien unter dem Sternenhimmel, während die Mädchen in ihre Häuser zurückkehren. In dieser Nacht soll ihnen im Traum ihre zukünftiger Gatte erscheinen. 
Am Johannestag vor Sonnenaufgang wird der Tontopf ins Haus geschafft . Im Lauf des Tages  versammeln sich die unverheirateten Mädchen wieder. Verwandte, Freunde und Nachbarn kommen dazu. Während das "Glückskind", die tags zuvor in den Topf geworfenen Gegenstände herausfischt und ihren Besitzerinnen zurückgibt, werden Lieder gesunden, die deren Zukunft voraussagen sollen.

23. Juni 2012

"Bloody Merkel" in deutscher Kneipe in Athen

So ist es immer, wenn ein Spiel zu Ende ist. Die einen feiern. Die andern schwappen's runter. Bestens dafür gerüstet war gestern die deutsche Kneipe "München" im Norden Athens, in der der mit einer Griechin verheiratete Freiburger Kneipenwirt Erich Lickert seine Gäste mit schwarz-rot-goldenem Stirnband, weißblauer Schürze und eigens angefertigtem T-Shirt mit griechischer und deutscher Fahne empfing. Und was gießt man sich zu dem speziellen Ereignis, das die Begegnung Deutschland gegen Griechenland bei der Fußball Europameisterschaft 2012 bedeutet, in die Kehle? Einen roten Drink namens "Bloody Merkel" hält Ericht Lickert dafür bereit. Denn natürlich entgeht dem Deutschen nicht, dass die deutsche Kanzlerin nicht besonders beliebt in Griechenland ist. Darauf derart augenzwinkernd einzugehen ist für ihn ein Stück deutsch-griechische Völkerverständigung.

Quelle: Abendzeitung München