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28. Oktober 2018

Ochi-Tag - Der Tag des Neins am 28. Oktober

Griechenland feiert am 28. Oktober einen seiner zwei Nationalfeiertage mit Schüler- und Militärparaden und Politikeransprachen.

Epétios tou Ochi (Nein-Tag) wird der Tag in Griechenland genannt. Denn an diesem Tag wird das "Nein" (griechisch: Ochi) gefeiert,  mit dem Ioannis Metaxas als damaliger Staatschef Griechenlands am 28. Oktober 1940 auf ein mit Kriegsdrohung verbundenes Ultimatum Mussolinis antwortete.

Schwerpunkt der Feierlichkeiten ist Thessaloniki, wo zwei Tage zuvor am 26. Oktober auch der Namenstag des Stadtpatrons, des Hl. Dimitrios,  und Jahrestag der Befreiung der Stadt von den Osmanen im Jahr 1912 gefeiert wird.

Der andere der beiden griechischen Nationalfeiertage findet am 25. März anlässlich des Jahrestags des historischen Aufstands von 1821 gegen die osmanischen Vorherrschaft statt.


4. Dezember 2014

Fest der Heiligen Barbara

Das Fest der Heiligen Barbara (griechisch Βάρβαρα, sprich Várvara) ist eines der Feste, die in den westlichen Kirchen am gleichen Tag wie in der griechisch orthodoxen Kirche gefeiert wird - am 4. Dezember.

Auch die Spezialisierung der Heiligen Märtyrerin ist die in beiden Kirchen eine ähnliche. Sie gilt als Patronin der Bergleute - und damit als Schutzheilige all jener, die ihre Arbeit unter Tage verrichten. So betrachtet auch die Metro sie als ihre Patronin. Deshalb öffnet die noch im Bau befindliche Metro von Thessaloniki anlässlich des Fests der Heiligen Barbara einige der weitgehend fertiggestellten Stationen für die Öffentlichkeit zur Besichtigung. Es sind dies am 4. Dezember 2014 von 11:00 bis 15:00 Uhr die Station am neuen Bahnhof von Thessaloniki, Freitag, 5. Dez., 14:00 bis 17:00 Uhr die Station Syntrivani und Sonntag, 7. Dez. 2014, 11:00 bis 14:00 Uhr die Station Analipsi.

Nach der Überlieferung war Barbara die Tochter des Dioscuros und lebte am Ende des 3. Jahrhunderts im kleinasiatischen Nikomedia (dem heutigen İzmit).

Das Wort Barbara bedeutet Fremde. Lautmalerischen Ursprungsstand stand es für etwas, was für griechische Ohren, die die Worte und Laute der Fremden nicht zu deuten wußten wie ein Brabbeln klang, einfach nur ein Brabrabarbarabra, was die "Barbaren" da von sich gaben.

Griechische Gotteshäuser, die der Heiligen Barbara geweiht sind, feiern am 4. Dezember ihr Kirchweihfest. Besonders festlich geschieht das im Ort Ag. Varvara in der Präfektur Iraklio auf Kreta, in Louros nördlich von Preveza in der Region Epirus und in Pamfylla auf der ägäischen Insel Lesbos.

26. Oktober 2013

Fest des Heiligen Dimitrios am 26.10.

Agios Dimitrios am 26. Oktober


Alle Griechen, die Dimitrios und alle Griechinnen, die Dimitra heißen feiern am 26. Oktober ihren Namenstag. Gerufen werden sie oft mit Kurzformen wie Dimitris, Dimis, Mimis, Mitsos oder Takis.

Dimitrios gehört- ebenso wie Georgios- zu den seit Langem beliebten Namen, da beide Heilige vor allem von den Bauern vererhrt wurden, die früher einen Großteil der Landbevölkerung ausmachten. Sie wurden über Generationen immer wieder weiter gegeben, da es Brauch ist, die erstgeborenen Kinder nach den Großeltern, weitere nach weiteren Verwandten zu nennen.

Gleichzeitig feiern die zahlreichen Kirchen, die dem heiligen Dimitrios geweiht wurden, ihr alljährliches Kirchenfest, das panigyri, so beispielsweise in Kalavarda auf Rhodos und Theologos auf Thassos.

Offizieller Feiertag hingegen ist der 26. Oktober nur in Thessaloniki, der Stadt, aus der der Heilige stammt, in der er wirkte und deren Schutzheiliger er ist. Thessaloniki feiert an dem Tag zugleich seine Befreiung von den Osmanen am 26. Oktober 1912. So ziehen sich die Feierlichkeiten hier über drei Tage nahtlos bis zum griechischen Nationalfeiertag, dem 28. Oktober hin.

21. August 2013

August-Vollmond in Griechenland


Alljährlich feiern die Griechen den August-Vollmond, der ein besonders magisches Licht haben soll, im ganzen Land. Unter dem Motto „Sto Fos tou Fengariou – im Licht des Mondes" bleiben auch 2013 wieder in der Vollmondnacht am 21. August mehr als hundert archäologische Stätten, Monumente und Museen für das Publikum kostenlos geöffnet. An vielen Orten werden zusätzlich Konzerte, Theatervorführungen und andere Veranstaltungen angeboten. Allerdings werden die Athener Akropolis und der Tempel in Sounio aus Sicherheitsgründungen und wegen Restaurierungsarbeiten dieses Jahr anders als in der Vergangenheit lediglich bis 20 Uhr zugänglich sein.

Hier ein kleiner Auszug aus dem Programm:

 Athen 

  • Philharmonisches Orchester der Stadt Athen, Ort: Filopappou-Hügel. 
  • Lina Nikolakopoulou und Argyro Kaparou. Ort: Numismatisches Museum. 

Thessaloniki

  • Musikalische Vorstellung mit Notis Mavroudis, Jorgos Tosikian und Morfo Tsiareli. im Archäologischen Museum.
  • Philharmoniker von Naoussa im Museum Byzantinischer Kultur. 

Kreta

Heraklion: Hommage in Erinnerung an Konstantinos Kouvidis. Jazz in der Archäologischen Stätte Tylisos

Chania:
  • Notes Mouson kai Sirinon". M. Louka (Gesang), Z. Spyridaki (Lyra), J. Polychronaki (Kontrabass), F. Karouso (Santour), J. Grigorakos (Gitarre) und Trio Daloute in der Archäologische Stätte Apteras
  • Evanthia Remboutsika in der Archäologischen Stätte Rokkas 

Weitere Veranstaltungen in vielen Orten und auf zahlreichen Inseln in ganz Griechenland. Mehr dazu in der Griechenland-Zeitung 

Fotoquelle: Foto Susanne Kortshagen; Lizenz CC BY-NC 2.0

6. Mai 2012

Parlamentswahl 6. Mai 2012

Sonntag, 6. Mai 2012, ist Wahltag in Griechenland.

Auf der endgültigen Liste, wie sie der Oberste Gerichtshof am 26. April 2012 genehmigt hat, stehen 32 Parteien, Gruppierungen bzw. Einzelkandidaten.

Wahlberechtig sind alle griechischen Bürger über 18 Jahre, an der Zahl 9.850.802 (5.079.425 Frauen; 4.771.377 Männer), 110.530 davon Erstwähler.
Die 300 Sitze des aus einer einzigen Kammer bestehenden Parlaments werden nach einem verstärkten Verhältniswahlrecht unter denjenigen Parteien verteilt, die im Ergebnis über der 3%-Schwelle liegen.
Die stärkste Partei erhält  dabei nach dem geltenden  Wahlgesetz Nummer 3626/2008 einen Bonus von 50 Sitzen. Im Vorläufergesetz 3231/2004 betrug dieser Bonus 40 Sitze.

Aktuelle Stimmung und politische Szene aus Aktivisten- und Bloggersicht

 Hier die übereinstimmenden Beoachtungen des Athener Aktivisten Christos Giovanopoulos und des in Thessaloniki lebende englischen Bloggers "teacherdude":

Im Wahlkampf 2012 wurde deutlich spürbar, wie sich die politische Szene seit den letzten Wahlen 2009 geändert hat. Damals fanden Wahlkundgebungen auf großen, offenen Plätzen wie dem Syntagma in Athen oder dem Aristotelesplatz in Thessaloniki vor riesigen Massen jubelnder Parteianhänger statt, die teils in Bussen aus dem ganzen Umland kamen. Die Menschen wurden nah an die Kandidaten herangelassen, konnten meist direkt mit ihnen reden. Das war bei den diesjährigen Wahlveranstaltungen nicht mehr möglich. Heute sind die meisten Politiker so unbeliebt, dass sie kaum Jubel ernten und sich hinter einem riesigen Polizeiaufgebot verstecken müssen, wissen beide von mir zitierten privaten Beobachter zu berichten. Teacherdude beobachtet, dass Absperrungen heute die Besucher kanalisieren, statt sie sich auf weiten, offenen Plätzen ganz nach Belieben verteilen zu lassen. Er meint, dies geschehe nicht nur aus Sicherheitsgründen, sondern auch ganz gezielt, damit die Medien eine Illusion von Masse und Enthusiasmus schaffen können. Er hat versucht, diese Situation in dem obigen Foto festzuhalten, das er bei einer öffentlichen Veranstaltung der sozialistischen Partei PASOK in seiner Heimatstadt Thessaloniki gemacht hat, bei der die ersten Reihen vor dem Podium mit fahneschwingenden  jugendlichen Parteimitgliedern gefüllt worden waren, um zu verschleiern, dass dahinter nur etwa tausend eher missmutige, griesgrämige Parteianhänger standen, deren Durchschnittsalter um die fünfzig war. Kandidaten der zwei großen Parteien, der Neo Demokratia ebenso wie der PASOK, sind heute oft mit Buhrufen, statt mit Jubelrufen konfrontiert, wenn sie nicht gar bei ihren Auftritten mit Joghurt beworfen werden. 

Wahlergebnisse

 Sobald die Wahlergebnisse feststehen, werden sie vom griechischen Innenministerium online gestellt, über dessen Website auch die Ergebnisse von 2009 und früher einsehbar sind.

Quellen: 
offizielles Wahlverzeichnis des griechischen Innenministeriums;
Referat „Europa kaputt sparen-nicht mit uns!“ von Christos Giovanopoulos am 27. April 2012 im Zeughaus, Augsburg;

6. März 2012

Thessaloniki doc - Dokumentarfilm Festival

Wie nahezu alles im heutigen Griechenland, so hat auch das diesjährige Dokumentarfilmfestival "Thessaloniki Doc" in Griechenlands nördlicher Hafenstadt under Budget-Kürzungen zu leiden. Damit ist der Rahmen des dieses Jahr vom 9. bis 18. März 2012 stattfindenden Festivals bescheidener und natürlich liegt der Fokus dieses Jahr auf der Krise.

Eröffnet wird das größte Dokumentarfilmfestival am Freitag, den 9. März 2012, mit ”Indignados,” einem aktivistischen Docudrama von Tony Gatlif, das den von der Frustration und Verbitterung des griechischen Volkes geprägten Zeitgeist des Landes trifft.

Quellen: Engl. Onlineausgabe der griechischen Tageszeitung Kathimerini und Festival Website.

5. März 2012

Krisenbewältigung - Billige Kartoffeln

Wenigstens an Kartoffeln sollen sich alle satt essen können! Gesunkene Einkommen und gestiegene Einzelhandelspreise in Griechenland lassen so manchen Haushalt Mangel am Lebensnotwendigen leiden. Das brachte Bauern auf die Idee, ihre Erzeugnisse unmittelbar an Städter zu verkaufen. Ihre Aktion erwies sich als großer Erfolg, so wie hier zum Beispiel in Thessaloniki. Erzeuger aus der nördlichen Region Nevrokopi haben 35 Tonnen Kartoffeln zu weniger als einem Drittel des Supermarktpreises abgegeben. Davon profitieren beide Seiten, die Bauern, für die der Ertrag immer noch über dem bei Händlern erzielten liegt und die Käufer, die so an ein billiges Grundnahrungsmittel kommen. Schon wird daran gedacht, auch Gemüse und Milchprodukte in gleicher Weise zu vermarkten. O topos mou (Mein Land) steht über der griechischen Website der Bauerninitiative.

Bild und Textquelle: Englischsprachiger Blog teacherdudebbq.blogspot.com (Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA 3.0)

27. Februar 2012

Der "saubere Montag"

2012 fällt dieser gesetzliche griechische Feiertag auf den 27. Februar.

Mit Katheri Deftera (Neugriechisch = "sauberer Montag") oder Kathara Deftera ( mit "a" am Ende, wie es im Mittelgriechischen hieß und heute noch meist gebräuchlich ist) oder aber auch Koulouma (sprich Kuluma) wird der erste Montag zu Beginn der griechisch orthodoxen Fastenzeit bezeichnet.

An diesem Tag heißt es "Raus in die Natur". Da der Kathera Deftera in Griechenland ein allgemeiner gesetzlicher Feiertag ist, bleiben Schulen und Geschäfte geschlossen und die Menschen strömen ins Freie zu einem Picknick mit Fastenspeisen und zum Drachensteigen. Denn man empfindet den Tag zugleich als Abschied vom Winter.

In Athen trifft man sich am liebsten auf dem Filopappos Hügel neben der Akropolis. Dort gibt es dieses Jahr 2012 Livemusik der griechischen Musikwerkstatt mit Nadia & Nick Karagiannis. Fürs leibliche Wohl wird mit Suppe, Laganas (dem traditionellen Fastenbrot), Oliven und Halva gesorgt.
Ein weiterer Anziehungspunkt ist in Athen der KAPAPS Park (in dem Athener Stadtteil Ambelokipi), wo die 7. Städtische Gemeinde- und Kulturvereinigung A. Ambelokipi ein Fest ausrichtet.

Ähnlich begeht man den Feiertag auch auf den Inseln, wie z.B. ein bebilderter englischsprachiger Bericht von Ithaka zeigt, und in anderen Städten, wie beispielsweise Thessaloniki. Auch getanzt wird dabei natürlich gern, so wie an den meisten griechsichen Feiertagen.

Bildquelle: Stavros' Fotostream auf Flickr (Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0)
Quelle für Athener Programm: True Athens

19. Dezember 2011

Krisen-Weihnacht traditioneller denn je

Athen verzichtet dieses Jahr auf den großen Weihnachtsbaum der Vorjahre auf dem Syntagmaplatz. Statt dessen schmücken Bastelarbeiten von Kindern die natürlichen Bäume des Platzes. "Athen liebt seine traditionellen Bitterorangenbäume und keine überdimensionierten Weihnachtsbäume" heißt es dazu auf der offiziellen Besucherseite der Stadt.

Thessaloniki hingegen hat sich trotz Krise eine große, künstliche, Weihnachtsbaumkonstruktion mit Lichterglanz geleistet. Passt irgendwie nicht, oder? Jedenfalls hat sich das wohl der Göttervater Zeus gedacht und einen Sturm der Stärke 7 Beaufort losgeblasen, der das Ding ins Meer schmiss. Oder war es Poseidon, der sich zuständig fühlte und da blies? Jedenfalls trieb der Weihnachtsbaum kurz auf den Fluten und ging dann unter. Damit wurde Thessaloniki auch auf Traditionelles zurückgeworfen. Denn ein bedeutendes Symbol der großen Seefahrernation Griechenland für das Weihnachtsfest ist das Schiff. Familien stellen zu Hause kleine, karavaki genannte Boote mit einem Licht darin auf, das während der Feiertage bis zum Epiphanie-Tag am 6. Januar brennt. Manche von ihnen sehen darin einen Schrein für die Seeleute der Familie, die das Fest auf hoher See statt im Kreis der Ihren verbringen. Doch auch auf öffentlichen Plätzen stehen schon seit Jahren teils geschmückte Boote statt Weihnachtsbäume, z.B. vor dem städtischen Theater in Piräus und auf der Insel Chios.

26. Mai 2011

Verärgerung und Empörung treibt Griechen auf die Straße


Mehr als 30.000 Menschen fanden sich gestern auf dem Athener Syntagma-Platz ein, um friedlich ihrer Verärgerung über die Wirtschaftskrise und die Sparmaßnahmen der Regierung Ausdruck zu geben. Ähnliche Bilder boten sich in anderen griechischen Städten wie Patras und Thessaloniki


Neben solchen vor allem - aber nicht nur - von jungen Leuten organisierten und besuchten allgemeinen Zusammenkünften, die sich an spanischen Vorbildern orientieren, protestieren immer wieder vielerorts Betroffene - wie beispielsweise die Hafenarbeiter von Piräus gegen die geplante Privatisierung des Hafens und die Angestellten der Postbank und Telekommunikationsgesellschaft OTE gegen deren zunehmende Privatisierung.
Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (ADEDY) und die der Privatwirtschaft (GSEE) haben eine Protestkundgebung am 4. Juni am Athener Klafthmonos-Platz, dem „Platz der Tränen", angekündigt. Am 21. Juni soll möglicherweise ein 24-stündiger Generalstreik folgen. Bereits am 28. Mai will sich zudem die der kommunistischen Partei nahestehende Gewerkschaft PAME, um 11.00 Uhr, zu einer Protestkundgebung am Omonia-Platz treffen.

Quellen:
Tageszeitung To Vima
Griechenlandzeitung
Newsbeast.gr