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11. November 2016

Athen Marathon am 13. November 2016

Um 9:00 Uhr am 13. November 2016 startet er wieder der "echte" Marathonlauf auf der klassischen Strecke von der griechischen Stadt Marathon nach Athen.
490 vor Christus lief ein antiker Botenläufer diese Strecke, um vom Schlachtgeschehen im Kampf gegen die Perser zu berichten. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kam die Idee auf, seiner Leistung sportlich nachzueifern. Seither begannen sich Läufe über eine in etwa der Entfernung zwischen Marathon und Athen entsprechende Strecke von  knapp über 42 Kilometern in vielen Ländern als sportliche Disziplin zu etablieren und das Wort "Marathon" wurde zum Inbegriff von Ausdauer. In Griechenland kann man nun jeden Herbst auf der Mutter all dieser Marathonstrecken laufen.



29. Oktober 2015

Marathon auf Originalstrecke von Marathon nach Athen

Marathonläufe gibt es vielerorts, „DEN MARATHON“ aber nur in Griechenland

 Auch in Berlin, London oder New York kann man im sportlichen Wettkampf Strecken von  knapp über 40 Kilometern laufen. „DEN MARATHON“, die Mutter aller Marathons, hingegen kann man nur Griechenland laufen. Jeden Herbst findet der Athener Klassische Marathon vom namensgebenden historischen Ort Marathon in die Stadt Athen statt.

Auf der klassischen Strecke kann sich der Läufer beim Absolvieren seiner  42,195 Kilometer ganz als hemerodromos  fühlen, als antiker Botenläufer, wie einst Pheidippides, der im Jahr 490 v.Chr. die Botschaft vom Sieg über die Perser in der Schlacht von Marathon nach Athen trug. Nur dass diese Strecke für Pheidippides der Überlieferung nach nur ein Abschnitt seines insgesamt 400 Kilometer langen Laufs war, an dessen Ende er mit den Worten „Freut Euch, wir haben gesiegt“ den archonten (höchsten Staatsbeamten) die ihm aufgetragene Kunde überbrachte, bevor er tot zusammenbrach. Eindeutig geschichtlich belegt sind weder Name noch Leistung des Peidippides. Überlieferungen von Zeitzeugen fehlen. Auch der im Jahr der Ereignisse geborene Herodot berichtet nichts davon. Tatsache ist nur, dass irgendwer 490 v. Chr. die Strecke von Marathon nach Athen lief, um vom Sieg über die Perser zu künden. Und so hielt sich die Bezeichnung Marathon für Läufe über eine vergleichbare Distanz bis heute. Mutter all dieser sportlichen Veranstaltungen bleibt die klassische Route in Griechenland.

3. Juni 2013

Neuer griechischer Erfolg im Rudersport

Ruder- und Kanusport sind in Griechenland sehr beliebt und immer wieder feiern griechische Sportler bedeutende Erfolge in diesen Disziplinen. Bei den Ruder-Europameisterschaften 2013 in Sevilla hat nun gerade die Griechin Aikaterini Nikolaidou die Goldmedaille im Leichtgewichts-Einer gewonnen.

Quelle (englischsprachig): GREEKNEWSAGENDA

30. Mai 2013

Acropolis Rally



Seit 1952 wird die über kurvenreiche, steinige Bergstraßen führende Acropoliy Rally oder Rallye Griechenland vom griechischen Automobilclub ELPA ausgetragen. Damit ist sie ein Klassiker im WRC-Kalender.
Die Sieger der letzten Jahre waren:
2012 Sebastien Loeb (Citroen DS3 WRC)
2011 Sebastien Ogier (Citroen DS3 WRC)

Termin 2013: 31. Mai bis 2. Juni

19. Januar 2013

Ruder- und Kanusport beliebt in Griechenland

Olympiasieger Sideris Tasiadis mit Nachwuchssportlern

Griechische Namen unter den Olympiagewinnern vom August 2012: Alexandra Tsiavou und Christina Giazitzidou gewannen eine der zwei griechischen Olympiamedallien: Bronze im Leichtgewichts-Doppelzweier. Der griechischstämmige Augsburger Kanut Sideris Tasiadis brachte Silber heim. Ansporn für die griechische Jugend, die in die Kanu- und Ruderclubs strömt. Noch nie gab es soviele junge Neuzugänge in diesen Sportclubs. 514 Neuanmeldungen in 31 Clubs meldete der Rudersportverband 2012. Damit ist dieser Wassersport eine der wenigen Sparten, die Zuwächse verbuchte und damit Optimismus verbreitet. Viele der anderen Sportarten sind den von der Krise gebeutelten griechischen Familien zu teuer für ihre Sprößlinge geworden. Rudern können griechische Kinder und Jugendliche indes meist für unter 30 Euro im Monat, in manchen Clubs sogar ohne Kosten. Giorgos Tsilis, der 2012 mit einem vierten Platz bei dem Olympischen Spielen knapp am Treppchen vorbeiruderte, berichtet der griechischen Tageszeitung Kathimerini, dass es in dem Club der Stadt Ioannina, dem er angehört, keine Gebühren gibt. Boote und Training stehen dem Nachwuchs kostenlos zur Verfügung. Lediglich für passende Kleidung haben die Familien zu sorgen. Das - zusammen mit den erfolgreichen Rollenmodellen und dem von Doping- und anderen -Skandalen ungetrübten guten Ruf dieser Sparte - beschert dem Ruder- und Kanusport in Griechenland wachsende Beliebtheit.
Quelle: Griechische Tageszeitung Kathimerini

10. November 2012

Marathon auf den Spuren des Phidippides

Marathonläufe sind beliebt, ob in New York, Berlin oder London. An vielen Orten der Welt werden im sportlichen Wettkampf Strecken von  etwas über 40 Kilometern gelaufen. Doch "DEN MARATHON", die Mutter aller Marathons, kann man nur in Griechenland laufen. Alljährlich im Herbst führt der Athener Klassische Marathon vom historischen Ort Marathon in die Stadt Athen.

Dabei kann sich der Läufer, während er auf der klassiki diadromi, der "klassischen Strecke" seine  42,195 Kilometer absolviert, ganz als Hemerodromos, als antiker Botenläufer fühlen, wie Pheidippides einst, der im Jahr 490 v.Chr. die Kunde vom Sieg über die Perser bei der Schlacht von Marathon nach Athen trug.

Der Athener Klassische Marathon wird seit 1983 vom griechischen Leichtathletik-Verband (SEGAS) organisiert. Die Teilnehmerzahlen stiegen seither kontinuierlich: 2004 waren es 5.800, 2011 bereits über 18.000. Das Rennen ist dem Athleten, Politiker und Pazifisten Grigoris Lambrakis gewidmet. Seine pazifistische Bewegung hatte für den 21. April 1963  eine Pazifisten-Rallye von Marathon nach Athen organisiert. Die Polizei verbot den Demonstrationszug und verhaftete viele Demonstranten (unter ihnen Mikis Theodorakis). Geschützt durch seine parlamentarische Immunität marschierte Lambrakis damals allein mit einer Friedensfahne die Strecke.

2012 findet der Athener Klassische Marathon am 11. November statt.
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Aktualisierung:
2013 findet er am 10. November statt.

26. Juli 2012

Stuttgart-Athen per Rad (Willkommen am Ziel)

Mit viel Schweiß und Muskelkraft und der Unterstützung zahlreicher Fans ihres cycle2greece-Projekts haben sie es geschafft: Am 7. Juli 2012 waren Nikolaos Radis und Vassilis Kirtzakis mit ihren Mountainbikes in Stuttgart aufgebrochen. Es folgten 17 Tage auf dem Rad und 1 Tag auf der Fähre und schließlich ein herzliches Willkommen in Athen am 24. Juli 2012:

25. Juli 2012

Stuttgart-Athen par Rad: Geschaffft

15.-17. Etappe bis zum Ziel Athen

Planmäßig kamen die zwei Deutsch-Griechischen Radler Nikolaos (Nikos) Radis und Vassilis Kirtzakis gestern nach 17 Tagen auf dem Rad in Athen an.

15. Etappe: Erfrischung im Meer und eine gigantische Brücke

Am 15. Tag ihrer Tour war der erste Sprung ins Meer fällig, nachdem die beiden wackeren Jungs tags zuvor schwitzend an traumhaften Stränden entlang geradelt war, ohne Zeit für einen kurzen Badespot zu finden. Die 15. Etappe von Mesolonggi nach Patras war mit Absicht etwas kürzer geplant, um frisch und rechtzeitin in Patras anzukommen. Denn dort hatte der deutsch-griechische Verein von Achaia eine kleine Pressekonferenz mit einem anschließend Essen in einer Taverne am Meer für Nikos und Vassilis geplant. Zuvor war die beeindruckteknde Rio Antirion-Brücke zu überqueren

16. Etappe: Bei Gegenwind der Küste entlang

Morgens stand ein Besuch bei IDEAL Bikes und ein TV-Interview des griechischen Staatsfernsehens auf dem Programm. So ging es erst gegen Mittag los auf die 132 Kilometer von Patras nach Korinth bei sehr starkem Gegenwind, immer an wunderschönen Stränden entlang. In Louros schließlich gaben Nikos und Vassilis trotz des Zeitdrucks der Versuchung nach und  tauchten einfach kurz in ihren Radlerhosen zur Erfrischung ins Meer ein. Dank der Berichterstattung über ihr Unternehmen in mehreren Medien und der Facebook-Seite der zwei Radler mit ihren Fans hupen und winken den beiden Radlern immer wieder Menschen zu und erzählen, dass sie über sie gelesen und von ihnen gehört haben. Ab und zu schließen sich ihnen auch Radler an, sie wie ab Egion, wo einige Radler sie erwarteten und rund 50 Killometer beleiteten.

23. Juli 2012

Stuttgart-Athen per Rad (14. Etappe)

Unterwasser-Radeln

Von Preveza nach Mesolongi ging am 22. Juli die 14. Etappe der Radtour Stuttgart-Athen, auf der die zwei Deutsch-Griechen Nikolaos (Nikos) Radis und Vassilis Kirtzakis unterwegs sind.

In Preveza wollte man den zwei Radlern einen großen Empfang bereiten, nur wussten sie leider nichts davon. Am Rathaus warteten Bürgermeister, Fan-Gemeinde und Trinkstation auf sie. Doch Niko und Vassili, die davon nichts ahnten, radelten nicht zum Rathaus. Ihr Zielpunkt in der Stadt war statt dessen die Plateia Androutso.
Was hingegen abgesprochen war und geklappt hat, war die Durchfahrt durch den Autotunnel unter dem Ambrakischen Golf, der Epirus und die Stadt Preveza an der Nordküste des Golfs mit dem Kap cape Aktio (Actium) in Aetolia-Acarnania in Zentralgriechenland verbindet. Die Polizei sorgte für eine sichere Fahrt  und schloss dafür den Tunnel kurz. Während sie auf ihr Eintreffen warteten, sah sie die Assistentin des Bürgermeisters. Sie erkannte sie gleich an ihren auffälligen Tricots mit cycle2greece-Aufdruck und erzählte ihnen von der missglückten Aktion zu ihrem Empfang. Wäre sie nicht gewesen, so hätten sie wohl nie davon erfahren. Schließlich war der Tunnel für sie freigegeben und sie kamen in den Genuss des Unterwasser-Radelns. Ob das wohl je jemand vor ihnen gemacht hat?

Danach ging es in der glühenden Mittagshitze hügelauf- und ab immer die Küste lang. Unter ihnen lockte das kühle Meer. Doch noch war keine Zeit für eine Erfrischung. Zu knapp war ihre Zeit kalkuliert. Denn schließlich standen 132 Kilometer auf dem Programm des Tages.

Auf einmal fuhr ein rotes Auto in langsamem Tempo vorbei. Es war Triandafyllos, Vassilis Bruder. Für ein paar Kilometer versorgte er die Radler mit Wasser und aufmunterten Worten. Nikos meinte, da habe er gemerkt, welch einen Unterschied es bedeute, solche eine Tour mit einem Begleitfahrzeug zu machen. 12 bis 14 Liter Wasser trinken die beiden pro Etappe. Da ist ein Auto voll Wasser Gold Wert. Als sie schließlich ihr Tagesziel  Mesolonggi erreicht hatten, war es schon dunkel geworden. Die nächste Tagesetappe am 23. Juli soll über die Rio-Antirrio-Brücke nach Patras gehen.

21. Juli 2012

Stuttgart-Athen per Rad (13. Etappe)


In den Armen von Nikos Verwandtschaft

Nachdem die beiden Radler Nikolaos (Nikos) Radis und Vassilis Kirtzakis am Vortag von Igoumenits nach Ioannina der alter Nationalstraße gefolgt waren, haben sie am 20. Juli 2012 - ihrem 13. Tag zu Rad - bewusst wieder eine Route durch die Berge von Epirus gewählt, um die Schnellstraßen zu meiden. Der höchste Punkt dieser Etappe hieß Profitis Ilias (Prophet Elias) - genau so wie die höchsten Berge fast aller griechischen Inseln und genau wie auf ihnen steht auch hier ein Kirchlein, das dem Propheten geweiht ist. Man hat von da aus einen herrlichen Ausblick auf die Region „Lakka Souli“.
Dann ging es in das Dorf Achladee, wo Nikos seine Kindheit verbracht hatte. Das gab natürlich einen tollen Empfang.  Nikos Verwandschaft wartete mit Klarinette und Getränken auf der Straße.
Anschließend folgte eine traumhaften Strecke, immer leicht bergab, bis nach Thesprotiko. Die letzten 28 km bis Preveza blieb keine andere Wahl als die Schnellstraße.
Ganz unerwartet trafen die zwei Athen-Radler wieder Menschen aus der deutschen Heimat. Vassilis Schulkamerad hielt auf einmal mit dem Auto vor den beiden und sprang aus dem Fahrzeug um sie  zu begrüßen. Ein paar Kilometer weiter, hielt ein Auto einfach an und lotste die beiden mit ein paar Meter weiter in eine Tankstelle. Es war ein Facebook-Fan, der das cycle2greece-Team auf ein Getränk einladen wollte. In Preveza angekommen, ging es weiter mit den Überraschungen. Vassilis Bruder, Triandfylos stand samt Freunde, Kamerateam und dem Vorsitzenden des prevezischen Fahrradclubs  auf einmal da und begrüßte die erschöpften Fahrer.

20. Juli 2012

Stuttgart-Athen per Rad (12. Etappe)

Teil 2 der cycle2greece-Tour von Nikolaos Radis und Vassilis Kirtzakis hat begonnen.

Planmäßig haben die beiden Deutsch-Griechen aus dem Raum Stuttgart am 18. Juli die Distanz Venedig-Igoumenitsa mit der Fähre überbrückt. Auf der Laderampe des Schiffs trafen sie den Kapitän der „Kriti 1“, der selbst auch ein großer Fahrradfan ist und sie zu einem Kaffee im Cockpit einlud. Dann gab es für Niko und Vassili erst mal nur noch ein Sache: Schlafen, schlafen, schlafen! Später trafen sie auf auf dem Schiff auch noch einen ehemaligen Radprofi aus der griechischen Nationalmannschaf, „TSIMBIS“ Tsimbinoudakis, der inzwischen als LKW-Fahrer arbeitet.

Von Igoumenitsa ging es am 19. Juli bei sengender Hitze weiter auf griechischem Boden über insgesamt fast 2000 Höhenmeter und 91 Kilometer nach Ioannina, der Heimatstadt von Nikos Eltern, wo sie Nikos Onkel erwartete.

16. Juli 2012

Stuttgart-Athen per Rad (7.-9. Etappe)


Bis Riva del Garda sind die zwei Deutsch-Griechen Nikos und Vissilis auf ihrer Radtour Stuttgart-Athen gestern gekommen. Im Großen und Ganzen lief alles nach Plan und weiterhin berichten sie täglich auf ihrer Website und laden Fotos bei Facebook hoch. Am 17. Juli wollen sie in Venedig sein. Dann geht es auf die Fähre nach Igoumenitsa, wo sie erstmals einen Tag lang nicht in die Petale treten, sondern sich befördern lassen.

13. Juli 2012

Stuttgart-Athen per Rad (6. Etappe)

Entspannt bergab nach Bella Italia

Die schlimmste Hürde ist genommen. Fast immer schön bergab ging die Cycle2Greece-Tour am Donnerstag, den 12. Juli 2012, die 92 Kilometer nach Meran in Südtirol. Das war willkommen. Denn die 2500 Höhenmeter des Vortags lagen Nikos und Vassilis noch in den Knochen. Besonders die Knie schmerzten nach der gestrigen anstrengenden Bergetappe.

Gesellig wie die Griechen halt so sind, kamen die beiden Jungs auch wieder mit vielen Menschen ins Gespräch, darunter ein nettes Ehepaar aus Siegen, mit dem sie auf dessen Vorschlag einen  kleinen Umweg in die Forst-Brauerei machten. In Meran angekommen, gönnten sich Nikos und Vassilis erst einmal einen echten italienischen Espresso. Bis hierher lief alles ganz wie vor dem Aufbruch im Tourbook geplant.

Dann sind wir mal gespannt ob auch am nächsten Tag wieder alles so schön wie am Schürchen läuft: Freitag dem 13.! Dann geht es erst mal wieder bergauf zum Auener Jöchl, bevor es wieder bergab nach Bozen geht. 50 Kilometer und 2179 Höhenmeter stehen für den Freitag auf dem Programm. Wird schon klappen. Jetzt haben die beiden sich ja schon mal ordentlich eingeradelt. Und selbst, wenn sie abergläubisch sein sollten, so hat der Freitag, der 13. für die beiden Deutsch-Griechen wohl allerhöchstens den halben Schrecken. Denn für ihre griechische Hälfte ist der Freitag gar kein Pechtag. In Griechenland pechts statt dessen am Dienstag. Dann mal auf jeden Fall toi, toi, toi!

12. Juli 2012

Stuttgart-Athen per Rad (5. Etappe)

Brutal war's

Hoch zum Idjoch-Gipfel ging es am Mittwoch,  dem 11. Juli 2012.„Brutal war’s“, darin waren sich Nikos und Vassilis einig, nachdem sie die größte Hürde auf ihrem Weg nach Athen genommen hatten und kurz zum Genuss des faszinierenden Alpenpanoramas verschnauften. „Wenn wir nicht schon atemlos gewesen wären…wir wären es bei diesem Anblick sicher geworden“, sagte Vassili dazu. Dann ging es erst mal wieder bergab. Da der Fahrradweg nicht mehr deutlich erkennbar war, mussten die zwei Stuttgarter Athen-Radler ein gutes Stück auf der Autostraße weiterfahren. Kein Spaß. Nachdem die beiden ins Tal hinuntergedonnert waren, trafen sie auf eine Schulgruppe, die, wie sich herausstellte, doch tatsächlich aus Feuerbach kam. Die Klassenlehrerin erinnerte sich sogar, Nikos Frau unterrichtet zu haben. Die Schwaben sind eben überall :-). Etappen-Ziel war Nauders, wo Nikos und Vassilis hundemüde im Hotel Bergfrieden ins Bett fielen.
Am nächsten Tag geht es dann nach den ersten drei Bergetappen etwas entspannter nach Meran in Südtirol. Bis jetzt läuft alles genau wie im Tour-Buch geplant.

11. Juli 2012

Stuttgart-Athen per Rad (4. Etappe)

Schneeballschlacht und Gewitter

Inzwischen sind sie zu Viert, die wackeren Alpen-Überquerer. Dave und Patrick, die sie unterwegs trafen und die - welch ein Zufall! - auch aus Stuttgart kommen, haben sich spontan (für ein Stück der Wegstrecke?) zu Nikos und Vassilis gesellt. Bis auf 2300 m hinauf zur Heilbronner Hütte ging es am Dienstag, den 10. Juli 2012. Sogar genug Schnee für eine Schneeballschlacht gab unterwegs - mitten im Juli!.
Zwar hatte es auch diese Etappe in sich, wenigstens ging es nicht mehr direkt am Abgrund entlang. Dafür gerieten die Biker auf der Abfahrt nach Ischgl in ein schlimmes Gewitter – sie schafften es aber noch rechtzeitig ins Hotel. Weitere Fotos von der Etappe haben die Radler auf Facebook hochgeladen.

Morgen stehen die 62 Kilometer und über 2000 Höhenmeter bis nach Nauders Unterdorf auf dem Programm.

10. Juli 2012

Stuttgart-Athen per Rad (3. Etappe)


Erste alpine Etappe.
50 Kilometer klingt nicht viel. Aber die hatten es in sich!  Fast 1800 Höhenmeter musste das http://cycle2greece.de/ – Duo gestern, am 9. Juli 2012, auf seinem Weg ins österreichische St. Anton bewältigen: Den Schrofenpass mit dem Deutsch-Österreichischen Grenzübergang rauf, über den Lech, dann den Flexenpass hinauf und zu guter Letzt über den Arlbergpass nach St. Anton.
Etwa zwei Kilometer und gleichzeitig mehrere Hundert Höhenmeter war die Strecke nicht mehr befahrbar – eine Umkehr ausgeschlossen. Also nahmen die beiden ihr Fahrrad auf den Rücken und kletterten die schmalen Pfade entlang, am Rande ihrer Kräfte und am Rande des Abgrunds. „Ein Fehltritt – und wir wären in die Tiefe gestürzt“, erzählt Vassili. „So etwas Krasses habe ich noch nie erlebt.“ Niko pflichtet ihm bei: „Das war unglaublich anstrengend; einfach brutal.“ Dafür wurden die beiden immer wieder mit einzigartigen Ausblicken über die Alpen belohnt. „Noch nie haben wir uns der Natur so verbunden gefühlt“, darin sind sich die beiden einig.  Zufällig trafen die Radler am Anfang der Etappe zwei Mountainbiker die ganz zufällig – die Welt ist ein Dorf – aus Stuttgart stammten, und sich Niko und Vassili kurzerhand anschlossen. Wer weiß, für wie lange. Denn auch morgen wartet eine nicht weniger anstrengende Bergetappe auf Vassili und Niko: Von St. Anton geht es steil hinauf über die Heilbronner Hütte nach Ischgl.

9. Juli 2012

Stuttgart-Athen per Rad (2. Etappe)

…und der Popo beginnt zu Schmerzen
Bei gutem Wetter ging es am 2. Tag der Cycle2Greece- (alias Spätzle-meets-Gyros-, alias Von Zuhause nach Daheim-) Tour von Biberach entlang der Iller ins Allgäu.   Inzwischen funktionierte auch das Navigationssystem besser. „ Es führt uns nur über Radwege an unser Ziel, das heißt, die Wege sind meistens in herrlicher Landschaft, oft auch im Wald. Das macht wirklich Spaß“, erzählt Niko am Abend in Oberstdorf, als 112 Kilometer und rund 1300 Höhenmeter Tagespensum hinter den zwei Radlern liegen.  „Auch heute lief alles super“, so das Fazit der Jungs. „Naja, fast alles“, lacht Niko. „Unsere Popos tun wirklich höllisch weh J …!“

Ab Morgen geht’s auf die Berge!!!!!!

8. Juli 2012

Stuttgart-Athen per Rad (1.Etappe)

Wie geplant sind die zwei griechischstämmigen Schwaben Nikolaos Radis und Vassilis Kirtzakis gestern, am 7. Juli 2012 um 11 Uhr am Stuttgarter Fernsehturm gestartet: Von Zuhause nach Daheim, von Stuttgart nach Athen soll's gehen. Familie, Freunde und Kollegen waren gekommen, um die beiden zu verabschieden.

Bis Biberach an dem Riss führte die erste Etappe. Das waren 114 Kilometer und insgesamt gut 1500 Höhenmeter.

„Die Passagen die Alb hoch hatten es schon in sich“, erzählt Nikos. „Dafür wurden wir aber mit einer sagenhaften Landschaft und den schönsten Ausblicken belohnt!“ Sein Fazit nach dem ersten Tag: „Es ist alles super gelaufen! Nur das Navi hat uns manchmal ein bisschen in die Irre geführt. Aber die Leute waren immer sehr hilfsbereit, wenn wir dann gefragt haben: Sorry, wo geht’s denn hier nach Athen?“

 Über ihre Projekt-Website und über cycle2greece auf Facebook wollen die zwei Athenradler ihre Fans über den Fortgang ihrer Spätzle-meets-Gyros-Tour auf dem Laufenden halten.

23. Juni 2012

"Bloody Merkel" in deutscher Kneipe in Athen

So ist es immer, wenn ein Spiel zu Ende ist. Die einen feiern. Die andern schwappen's runter. Bestens dafür gerüstet war gestern die deutsche Kneipe "München" im Norden Athens, in der der mit einer Griechin verheiratete Freiburger Kneipenwirt Erich Lickert seine Gäste mit schwarz-rot-goldenem Stirnband, weißblauer Schürze und eigens angefertigtem T-Shirt mit griechischer und deutscher Fahne empfing. Und was gießt man sich zu dem speziellen Ereignis, das die Begegnung Deutschland gegen Griechenland bei der Fußball Europameisterschaft 2012 bedeutet, in die Kehle? Einen roten Drink namens "Bloody Merkel" hält Ericht Lickert dafür bereit. Denn natürlich entgeht dem Deutschen nicht, dass die deutsche Kanzlerin nicht besonders beliebt in Griechenland ist. Darauf derart augenzwinkernd einzugehen ist für ihn ein Stück deutsch-griechische Völkerverständigung.

Quelle: Abendzeitung München