24. November 2015

Katerina - zum Namenstag am 25. November

Am 25. November feiert auch die griechisch orthodoxe Kirche das Fest der heiligen Katherina. Und alle Frauen, die Katerina oder Ekaterina heißen, haben Namenstag. Gerufen werden sie oft Katerináki Katína, Nina, Kaiti, Katia oder Rina. Da der Name Katerina so weit verbreitet ist, kommt er auch in vielen griechischen Liedern vor. Eines davon hier als Namenstagsständchen für alle, die Katerina heißen:

29. Oktober 2015

Marathon auf Originalstrecke von Marathon nach Athen

Marathonläufe gibt es vielerorts, „DEN MARATHON“ aber nur in Griechenland

 Auch in Berlin, London oder New York kann man im sportlichen Wettkampf Strecken von  knapp über 40 Kilometern laufen. „DEN MARATHON“, die Mutter aller Marathons, hingegen kann man nur Griechenland laufen. Jeden Herbst findet der Athener Klassische Marathon vom namensgebenden historischen Ort Marathon in die Stadt Athen statt.

Auf der klassischen Strecke kann sich der Läufer beim Absolvieren seiner  42,195 Kilometer ganz als hemerodromos  fühlen, als antiker Botenläufer, wie einst Pheidippides, der im Jahr 490 v.Chr. die Botschaft vom Sieg über die Perser in der Schlacht von Marathon nach Athen trug. Nur dass diese Strecke für Pheidippides der Überlieferung nach nur ein Abschnitt seines insgesamt 400 Kilometer langen Laufs war, an dessen Ende er mit den Worten „Freut Euch, wir haben gesiegt“ den archonten (höchsten Staatsbeamten) die ihm aufgetragene Kunde überbrachte, bevor er tot zusammenbrach. Eindeutig geschichtlich belegt sind weder Name noch Leistung des Peidippides. Überlieferungen von Zeitzeugen fehlen. Auch der im Jahr der Ereignisse geborene Herodot berichtet nichts davon. Tatsache ist nur, dass irgendwer 490 v. Chr. die Strecke von Marathon nach Athen lief, um vom Sieg über die Perser zu künden. Und so hielt sich die Bezeichnung Marathon für Läufe über eine vergleichbare Distanz bis heute. Mutter all dieser sportlichen Veranstaltungen bleibt die klassische Route in Griechenland.

26. Oktober 2015

Herbstreise nach Korfu und auf die diapontischen Inseln


Kürzlich bin ich von einer wunderschönen Herbstreise in die nordwestliche Ecke Griechenlands zurückgekehrt. Von Korfu aus habe ich mit meinem Mann die drei Inselwinzlinge Othoni, Errikousa und Mathraki besucht, die zusammen die Inselgruppe der Diapontischen Inseln bilden und - vor allem um diese Jahreszeit außerhalb der Touristensaison - sehr ruhig und einsam sind. Stundenlange Spaziergänge ohne einen Menschen zu treffen, einsame Buchten und lange Sandstrände ganz für uns allein! Schön war's! Auch das Wetter! Das Meer richtig schön warm und alle Tage sonnig und warm bis heiß. Soweit nordwestlich in Griechenland hatte ich letzteres gar nicht zu hoffen gewagt. Auf den ionischen Inseln waren wir schon länger nicht mehr. Statt dessen zieht es uns normalerweise im Herbst weiter nach Süden - auf die Kykladen- oder Dodekanesinseln, die uns immer wieder bis weit in den Oktober hinein mit schönem Wetter verwöhnen.

Sobald ich den Kälteschock und Arbeitsstau beim Zurückkommen überwunden habe, mehr von der diesjährigen Herbstreise ins ionische Meer auf meinem Griechenland-Reiseblog.

16. August 2015

Neue CD des Griechenlandfreunds Konstantin Wecker

Nicht nur weil mir seine Musik gefällt und diese Doppel-CD ein regelrechtes, limitiertes Gesamtkunstwerk ist, möchte ich Konstantin Weckers neues Album Ohne Warumhier empfehlen. Denn allein dadurch hätte es sich nicht so recht für einen Griechenlandblog qualifiziert. Es ist Konstantin Weckers stimm- und tatkräftiges Engagement für das Griechenland der Krise und vor allem dessen Menschen, das mich bewog, sein neues Werk allen Bloglesern wärmstens zu empfehlen.

29. Juli 2015

Mikis Theodorakis wird 90

Am 29. Juli 2015 wird Mikis Theodorakis 90 Jahre alt. Die Welt kennt ihn als großen Komponisten. Seinen Sirtaki, den Alexis Sorbas einst im Film tanzte und der heute für Stimmung auf "griechischen Abenden" im Urlaub ebenso wie  im Bierzelt daheim sorgt, kennt nahezu ein Jeder. Doch geht sein Werk, das Sinfonien, Oratorien, Bühnenmusik u.v.m. umfasst, weit über dergleichen Welthits hinaus.

Und in seiner Heimat Griechenland ist Mikis Theodorakis weit mehr als "nur" ein großer Künstler. Er ist ein Volksheld. Denn seine Biographie und sein Werk bilden eine Einheit und sind untrennbar mit der griechischen Geschichte seiner Zeit verbunden, in der er nicht nur als Musiker, sondern auch als Widerstandskämpfer und Politiker eine bedeutende Rolle spielte. Darüber schrieb ich einen Artikel, der am 29.7.2015 in der Augsburger Allgemeinen Zeitung erscheint. Hier im Video sein erstes Konzert nach dem Ende der Militärdiktatur, die in Griechenland von 1967 bis 1974 herrschte. Es wurde zu einer Feier der Rückkehr zur Demokratie

6. Mai 2015

Lesung in Augsburg am 12. Juli 2015


Kulturtreff Griechenland

mit der Autorin
Heidi Jovanovic

am Sonntag, 12. 07. 2015 um 18:00 Uhr 
im Bürgertreff Hochzoll im Holzerbau Neuschwansteinstr. 23 a,  86163  Augsburg
- bei gutem Wetter im schönen Hof im Freien -
Eintritt frei

Im Rahmen eines griechischen Abends
mit griechischen Imbiß
stellt Autorin Heidi Jovanovic ihr Buch
Fettnäpfchenführer Griechenland
vor und führt anhand kleiner,
unterhaltsamer Reise- und Alltagsgeschichten
in Sitten und Gebräuche, Gestik, Mimik, Mentalität,
Kultur und Lebensart der Griechen ein.

Es soll ein unterhaltsamer, fröhlicher Abend werden, der griechisches Lebensgefühl aufkommen lässt - wenn das Wetter mitspielt im schönen Hof hinter dem sehenswerten barockisierenden Walmdachbau mit seinem Uhrtürmchen, den der Architekt Otto Holzer 1915 als zweites Hochzoller Schulhaus errichtet hat.

ANFAHRT
Der Holzerbau liegt an der Neuschwansteinstraße 23a, wenige Meter neben der Werner-von-Siemens Volksschule und gegenüber der Heilig Geist Kirche.
- Lage bei Google Maps anzeigen

öffentl. Verkehr :
Ca. 5 Minuten zu Fuß von der Straßenbahnhaltestelle Hochzoll-Mitte der Linie 6 an der Friedberger Straße. Hier haben Sie Anschluss an die Buslinien 29, 30 und 31.

mit dem Auto :
Zufahrt über die Karwendelstraße in die Neuschwansteinstraße; neben dem Holzerbau steht ein Parkplatz zur Verfügung.

WEBLINK
Griechenlandwebsite der Autorin



30. April 2015

1. Mai - Tag der Arbeit und der Blumen

Der erste Mai ist auch in Griechenland wie in vielen anderen europäischen Ländern gesetzlicher Feiertag - der Tag der Arbeit. Doch nicht nur das.
Gleichzeitig gilt der Protomajá, wie man ihn in Griechenland nennt, als Tag des Frühlingserwachens, den man auch gern mit Picknick, Musik und Tanz und vor allem vielen Blumen feiert. Man flicht Blumenkränze, die bevorzugt an oder über Türen und Fenstern aufgehängt werden, wo sie bleiben, bis sie am 24. Juni dem  Sonnwendfeuer übergeben werden.
Immer wieder ist am ersten Mai in Griechenland aber auch mit Streiks, Straßensperren und Umleitungen zu rechnen, da Arbeiter für ihre Rechte und Forderungen demonstrieren und Gewerkschaften Kundgebungen veranstalten.


26. April 2015

Roosevelt-Zitat des griechischen Finanzministers Varoufakis

Immer wieder mal meldet sich der momentan in den Medien sehr umstrittene griechische Finanzminister auch auf Twitter. Heute zitierte er dabei Franklin D. Roosevelt (FDR):
"In ihrem Hass gegen mich sind sie einig. – Und ich stelle mich gerne ihrem Hass"
Innerhalb von knapp über einer Stunde wurde sein Zitat rund 600 mal "retweeted", also weitergegeben und in etwa ebensoviele Nutzer des Twitterdiensts bezeugten ihren Gefallen daran, indem sie es zum "Favorite" machten. Bis zum Abend waren es schon 1800 bzw 1600. Und natürlich gab es jede Menge Kommentare.
Einer der Kommentatoren grub ein weiteres Zitat von Roosevelt  aus, das ich sehr passend für die gegenwärtige politische und ökonomische Situation finde, und das bereits Sahra Wagenknecht am 26.01.2012 in einer Rede in der Bundestagsdebatte über das Finanzmarktstabilisierungsgesetz benutzt hat.

"We know now that Government by organized money is just as dangerous as Government by organized mob." FDR, 1936.
 ("Wir wissen jetzt, dass es genauso schlimm ist, vom organisierten Geld regiert zu werden, wie vom organisierten Verbrechen regiert zu werden.")
Viele wünschen Varoufakis Glück und Erfolg. Freilich gibt es auch ironische und kritische Stimmen, wie
die der Twitterer Stathis Kalyvas und Paschos.
Ersterer meint: Wenn er von der Regierung entlassen werde, so werde er twittern, dass Jesus auch gekreuzigt wurde. 
Letzterer kommentiert: Wenn das so ist, sollten Sie zurücktreten. Sie mögen sich ihrem Hass gern stellen, doch das Land kann es sich nicht leisten.

22. April 2015

Das Fest des Hl. Georg in Griechenland

St.Georgs-Kirche auf der Insel Koufonissia
Georgios oder Giorgos (sprich: Jorgos)  zählt zu den beliebtesten griechischen Vornamen. Auch die weibliche Form Georgia ist recht verbreitet. Dementsprechend feiern am 23. April, dem Tag des Heiligen Georg,  viele Griechen und Griechinnen Namenstag und damit ihr größtes persönliches Fest des Jahres. Denn Namenstage haben in Griechenland größere Bedeutung als Geburtstage.
Gleichzeitig feiern die ebenfalls zahlreichen Kirchen, die dem Heiligen geweiht sind, ihr panigyri - das alljährliche Patronatsfest mit festlichen Gottesdiensten, denen oft Prozessionen, Musik und Tanz folgen. Gern werden bei den Prozessionen Pferde mitgeführt. In manchen Gemeinden gibt es auch Pferderennen. Denn schließlich wird der Heilige Georg ja auf den Ikonen hoch zu Roß dargestellt. Mancherorts fangen die Feierlichkeiten bereits am Vortag, also am 22. April, an.

Nur wenn der 23. April in die Fastenzeit vor Ostern fällt, wird das Fest verschoben, denn Musik und Tanz, Pferderennen, Speis und Trank passen nicht in die dem Leiden Christi und der Menschen gewidmete Passionszeit.

Im Video eine St.Georgs-Prozession auf Kreta in der Nähe von Chania:

2. April 2015

April! April!


Angela-Merkel-2014Yanis-Varoufakis-Berlin-2015-02-05Vielleicht kann ein herzliches Lachen zum Aprilanfang ein wenig Frühlingsstimmung und Entspannung ins doch recht angekrazte griechisch-deutsche Verhältnis bringen.

Nach der hervorragenden Satire von Max Uthoff und seinen Kollegen von "der Anstalt" zum Märzende, bei der einem das Lachen allerdings zumindest am Ende im Hals stecken blieb, haben einige deutsche Medien versucht, uns in den April zu schicken.

Wer hat's geglaubt, dass der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis die Internet-Währung Bitcoin einführen will um den leidigen Euro zu ersetzten? Angesichts des gegenwärtigen Engpasses wäre es einem regen, innovativen Geist wie dem seinen doch schon zuzutrauen, oder?

Und dass Griechenland Lizenzgebühren für den Begriff Europa fordern will? Hmmm ...?! Tatsache ist, dass Europa Griechenland seinen aus der griechischen Mythologie stammenden Namen verdankt. Trotzdem scheint die Forderung schon sehr grotesk. Andererseits, ... hmm?! So vieles im Verhältnis zwischen der EU und Griechenland ist grotesk, dass man allmählich alles für möglich hält.

Schließlich Merkels Absicht, ein Ferienhaus auf einer kleinen griechischen Insel zu erstehen? Warum eigentlich nicht? Vielleicht gelänge es ihr ja vor Ort ein wenig mehr Verständnis für die Probleme des Landes zu entwickeln? Und die andere Seite, die Griechen? Gastfreundlich und aufgeschlossen waren sie schon immer. Unzählige Touristen erfahren das Jahr für Jahr, Medienhetze hin oder her.

April! April!

(Fotoquelle:  Jörg Rüger (Eigenes Werk) [CC BY 3.0],  Michael Thaidigsmann (eigenes Werk) [CC BY-SA 4.0] und Bontissy [freigeben in die public domain] via Wikimedia Commons

31. März 2015

Super Satire auf Griechenlandhilfe, die keine ist

Hervorragende Satire auf die Griechenlandhilfe, die EZB, die Troika und die Bankenkrise sowohl auf Youtube als auch im Fernsehen - im ZDF am 31. März und 22.15 Uhr. Die Sendung erklärt mit viel Witz auch komplexe Zusammenhänge und geht auch auf Themen ein, die sonst in den meisten Medien tabu zu sein scheinen. Zeus, Tavernen-Wirt, Türke, die Troika, Opfer von Kriesgreueln - alle kommen sie zu Wort.


24. März 2015

V für Varoufakis! - Der griechische Finanzminister als Musicalstar

Heute hat der am 24. März 1961 in Athen geborene Wirtschaftswissenschaftler und gegenwärtige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis Geburtstag. 

Pöbelnder Polter-Politiker, Polit-Rambo, Polit-Punk, GeisterfahrerZocker  und was man ihn sonst nicht noch alles nennt in der deutschen Presse! Griechenlands schriller Finanzminister ist für sie DER Aufreger unter den Politikern zur Zeit. Das NEO Magazin strahlte diese Hommage an den Mann, der seelenruhig lächelnd derart die Gemüter erhitzt, aus: