24. Juni 2010

6. Griechisch-Bayerischer Kulturtag in München am So., 27. Juni 2010

Diesen Sonntag ist es wieder so weit: Der Termin für alle Griechenlandfans im Raum München:
Der Griechisch-Bayerische Kulturtag, oder besser die Kulturtage, denn das große Fest am 27. Juni am Odeonsplatz ist nur Teil einer Kulturveranstaltung, die auch ein Symposium, Kleinkunst, Musik und eine Ikonenausstellung umfasst und vom 24.-27. Juni dauert. Sie ist schon Tradition geworden und findet dieses Jahr bereits zum 6. Mal statt.
Details über den Ablauf im Programm (PDF-Datei, ca. 552 KB)

Ich hatte hier über die Veranstaltung im Vorjahr berichtet. Zur Abrundung des Eindrucks gibt es auch Fotos vom Griechisch-Bayerischen Kulturtag 2009.

18. Juni 2010

Kräutertees - Bergtee, Flamouri (Lindenblütentee) u.v.m.


Sicher sind die Griechen eher eine Nation der Kaffeetrinker, als der Teetrinker. Der traditionelle griechische Kaffee ebenso wie der vor allem bei jüngeren Leuten beliebte, auf Nescafe basierende Frappe sind Lebenselexier und Teil griechischer Geselligkeit. Ihr "Tempel" ist das griechische Kafenion, der traditionelle Platz der Begegnung, der selbst in kleinesten Dörfern kaum fehlt.

Tee ist eher etwas für die Gesundheit als für den Genuss. Während sich Schwarztee keiner besonderen Beliebtheit erfreut, haben zahlreiche Kräutertees eine lange Tradition und sind sehr verbreitet. Allen voran der Bergtee (Tsai tou vounou) [s. Foto links], eine einheimischen Pflanze aus der Gattung der Gliedkräuter (Sideritis), die getrocknet wird. Auf Kreta wird er meist mit Diptam-Dost gemischt. Er gilt als schmackhaft, gesund und entspannend.

Ähnliches gilt für Lindenblütentee (Flamouri), der gerade jetzt im Juni geerntet wird. Neben seiner allgemein entspannenden Wirkung wird er als wohltuend bei Husten und Erkältungen emfpunden.

Neben diesen allgemein weit verbreiteten Kräutertees werden zahlreiche Kräuter wie Thymian (Thymari) und Rosmarin (Dentrolivano) wegen ihren medizinsichen Wirkungen geschätzt. Sogar die allgegenwärtigen Olivenblätter kommen zum Einsatz. Zumindest für einen Extrakt daraus wurde auch schon eine Blutdruck und Blutfette senkende Wirkung nachgewiesen. Gern werden wie schon allein wegen des guten Geschmacks als Tee zubereitet.

9. Juni 2010

Foto-Wettbewerb Rhodos abseits der Touristenpfade

Eine Chance für schöne Fotos von der griechischen Insel Rhodos. Viele attraktive Preise winken bei einem Foto-Wettbewerb unter dem Motto "Rhodos abseits der Touristenpfade". Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2010. Einige der eingesandten Fotos stehen bereits online. Also auch eine schöne Gelegenheit, sich Anregungen zu holen und in Urlaubserinnerungen zu schwelgen.

31. Mai 2010

Einstellung der Buslinie Nr. 400 in Athen

Schade. Ab 1. Juni 2010 soll es diesen Service für Touristen in Athen nicht mehr geben: Die Buslinie Nr. 400, die die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im 30-Minutentakt verband und zudem touristische Ansagen bot, das ganze mit einem Ticket, das auch für andere Verkehrsmittel galt.

14. April 2010

1. Mai in Griechenland

Der erste Mai ist auch in Griechenland gesetzlicher Feiertag. Wie bei uns wird er als Tag der Arbeit begangen. Es finden Kundgebungen statt. Doch gibt es auch viel traditionelles Brauchtum. Vor allem gehören viele Blumen dazu. Mancherorts ist es Brauch, einen Blumenkranz an die Tür zu hängen und ihn bis zum 24. Juni dort zu belassen, bis er im Sonnwendfeuer verbrannt wird. Auch deftige Scherze gehören zur Mainacht. So ist es beispielsweise in Kinidaros auf der Insel Naxos Brauch, Esel aufs Dach zu hiefen und am 1. Mai wieder herunter zu holen.

3. April 2010

Ostern auf Korfu

Scherben am Ostersamstag sollen auf Korfu Segen bringen. Davon und von weiteren Osterfeierlichkeiten und dem Ag. Georgios-Fest auf der Insel einige Bildeindrücke.

Griechische Ostern

Das Osterfest ist der absolute Höhepunkt des orthodoxen Kirchenjahres. Ähnlich wie in anderen Ländern Weihnachten ist das Pascha genannte Osterfest in Griechenland ein Anlass, zu dem Familie und Freunde teils aus der ganzen Welt zusammenströmen, um gemeinsam zu feiern. Viele Städter zieht es auf die Inseln oder hinaus aufs Land, um im Freien im Freundes- und Familienkreis die Osterspezialität - Lamm oder Zicklein am Spieß - zu grillen.

Im Jahr 2010 fallen die Ostertermine der griechisch-orthodoxen Kirche mit denen westlicher Religionen, wie beispielsweise der katholischen und protestantischen, zusammen. Dies ist jedoch nur in manchen Jahren der Fall. Bis zu fünf Wochen können sie auseinander liegen. Ostern wird immer am ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond gefeiert. Doch folgen orthodoxe und westliche Kirchen unterschiedlichen Kalendern, die orthodoxe dem Julianischen, die katholische und evangelische Kirche dem Gregorianischen Kalender.

Dem Ostersonntag voran geht die Karwoche - in Griechenland Große Woche (megali evdomada) genannt. Sie ist von Bräuchen und Gottesdiensten geprägt, die vor allem symbolisch die letzte Woche im Leben Christi und seine Passion, sein Leiden, nachstellen.

Der Große Donnerstag gedenkt des letzten Abendmahls. Mädchen sammeln Blumen, um die Totenbahre Christi, den Epitaphios, zu schmücken. In manchen Dörfern, beispielsweise im Epirus, nimmt man den Tieren die Glocken vom Hals, um sie dann am Ostertag wieder anzubringen, so dass auch das Vieh am allgemeinen Trauern und Feiern teilhat. Unter den vielen unterschiedlichen Bräuchen und Zeremonien ist die Fußwaschung (Niptyra) von Patmos berühmt, bei der der Abt des Johannisklosters zwölf Mönchen auf einer geschmückten Tribüne die Füße wäscht, um der Fußwaschung beim Letzten Abendmahl zu gedenken. Am Großen Freitag (Karfreitag) soll nicht nur auf Fleisch, sondern auch auf Olivenöl verzichtet werden. Es finden Prozessionen statt, die Trauerzügen gleichen. Die Athener Epitaphios Prozession von der Kathedrale in Monastiraki ähnelt einem Staatsbegräbnis. Am Morgen des Großen Samstag empfängt der Orthodoxe Patriarch in der Grabeskapelle Jesu in Jerusalem das dem Glauben nach vom Himmel herab kommende Heilige Feuer. Es wird nach Athen geflogen und von dort aus im Land verteilt wird, um zugleich mit der Verkündigung der Botschaft von Christi Auferstehung die Kerzen der Gläubigen zu entzünden. Gegenden und Inseln haben unterschiedliche regionale Bräuche, die ihre unterschiedliche Geschichte widerspiegeln.
So werden auf Korfu wassergefüllte Tonkrüge von Fenstern und Balkonen auf die Straße geworfen, wo sie mit lautem Krach zu Bruch gehen. Man vermutet dafür entweder fruchtbarkeitsbringende heidnische Ursprünge oder venezianischen Einfluss, da die Venezianer einen ähnlichen Brauch am Neujahrstag pflegten. Der Ostergottesdienst beginnt gegen 23.00 h. Kurz vor Mitternacht wird es still in den Kirchen, die Lichter werden gelöscht, bevor der Priester in der Dunkelheit seine Kerze entzündet und das Feuer an die Gottesdienstbesucher weiter gibt. Christos anesti (Christus ist auferstanden) heißt von nun an den ganzen Ostersonntag hindurch der Gruß. Alithos anesti ( Wahrhaftig, er ist auferstanden) die Antwort. Der Ostersonntag ist ein Tag des Feierns, Musizierens und Tanzens. Am Spieß gegrillte Lämmer oder Zicklein, rote Ostereier und Tsourekia genannte Osterbrote gehören dazu. Eingeleitet wird der Tag nach der Heimkehr vom nächtlichen Gottesdienst mit dem traditionellen österlichen Nachtmahl, der Ostersuppe "Magiritsa" aus Lamminnereien und Kräutern. Mit dem Ostermontag, der auch in Griechenland gesetzlicher Feiertag ist, klingt das große Feste aus.

26. März 2010

EU-Gipfel hat Notplan für Griechenland beschlossen

Der Beschluss des EU-Gipfels sieht eine Kombination der Hilfe des Internationalen Währungsfonds (IWF) mit bilateralen Krediten der EU-Staaten vor.

Eigentlich soll es auf diesem Blog vor allem um griechische Kultur und Lebensart gegen, statt um Politik und Wirtschaft. Gerade zur Zeit, wo man kaum irgendwo in den Medien das Wort Griechenland findet ohne dass unweit mindestens eines der Worte (Wirtschafts-)Krise, Probleme und Staatsverschuldung auftaucht, will ich im Großen und Ganzen diesem Vorsatz treu bleiben. Deshalb widme ich diesen Themen nur Kurzmeldungen in dem neuen Miniblogmedium Twitter. Aus der Freude über die erzielte Einigung und gute, sachliche Berichterstattung darüber will ich aber mal eine Ausnahme machen. Denn das war in den letzten Wochen ja alles andere als selbstverständlich. Ich hoffe also damit ist nun auch endlich das oft polemische und noch mehr alberne Hick-Hack zwischen meinem Heimatland Deutschland und Griechenland beendet, das sich einige Medien lieferten.

Da die Einbeziehung des IWF im Vorfeld umstritten war und mir nicht klar war, warum und wie der IWF überhaupt arbeitet, habe ich mich gefreut, diese verständliche Eklärung in einem hervorragenden Artikel in der Zeit online zu finden. Solche sachlichen Erklärungen sind eine Freude nach den vielen polemischen Texten der letzten Wochen in der Presse:

Die Kernaufgabe des Fonds ist die Bereitstellung von Krediten für Staaten, die Finanzkrisen nicht mehr aus eigener Kraft bewältigen können. Dafür stellen die Zentralbanken der 185 Mitgliedsländer entsprechend ihren jeweiligen Anteilen am Fonds die Mittel zur Verfügung. Sobald die griechische Regierung in Washington solche Darlehen beantragt, wird der IWF eine "Mission" von Fachleuten nach Athen entsenden, um dort mit der Regierung ein entsprechendes Abkommen auszuhandeln. Käme es dazu, könnte Griechenland schon im April mit einem IWF-Notkredit auslaufende Schuldtitel zu einem voraussichtlich um zwei Prozent günstigeren Zinssatz ablösen, als auf dem Kapitalmarkt gefordert wird.

Im Gegenzug werden die Fonds-Experten die griechische Regierung auf ein radikales Sparprogramm verpflichten. Zahlreiche Maßnahmen wie die Kürzung der Gehälter im öffentlichen Dienst um bis zu zehn Prozent und drastische Steuererhöhungen hat das griechische Parlament allerdings bereits beschlossen. Viel mehr werden auch die Krisenmanager des Fonds nicht fordern können.

Quellen sind diese zwei interessanten Artikel:
http://www.zeit.de/politik/2010-03/iwf-griechenland-eu-gipfel
http://www.sueddeutsche.de/finanzen/894/507059/text/

25. März 2010

25. März Nationalfeiertag und Kirchenfest

Der 25. März ist ein gesetzlicher Feiertag mit kirchlicher sowie weltlicher, nationalen Bedeutung. Geschäfte, Museen etc. bleiben weitgehend geschlossen. Dafür gibt es festliche Gottesdienste, viele Fahnen und Paraden. Letztere beginnen in Athen am 25. 03. 2010 um 11.00 h.

14. März 2010

Irgendwann bleib i dann dort

STS (Danke an den Kommentator fǘr die Richtigstellung, hatte ursprünglich hier aus Versehen Georg Danzer genannt und habe das jetzt korrigiert bzw. nach unter verschoben)
"Irgendwann bleib i dann dort .. " meint er in seinem Song "... irgendwo in Griechenland, jede Menge weißer Sand ..."

Auch er offenbar ein Griechenlandfan: Georg Danzer