1. August 2009

ADAC hat griechische Fähren getestet

Der ADAC hat mal wieder Autofähren getestet.

Sabine Zuschrott war der Name der Projektleiterin. War da Nomen Omen?

Zu Schrott taugen offenbar einige der unter die Lupe genommenen Kähne!

Anders als beim letzten, internationalen Test 2006 hat der ADAC beim Fährentest 2009 ausnahmslos innergriechische Fähren getestet. Damit ist ein unmittelbarer aktueller Vergleich mit der Situation in anderen Ländern diesmal auch nicht möglich. Jedenfalls gab es bei den auf griechischen Gewässern verkehrenden Autofähren etliches zu bemängeln. Von 14 getesteten Schiffen erhielt nur eines die Note "sehr gut", fünf wurden als "gut" eingestuft. Der Rest war "mangelhaft" bzw. "sehr mangelhaft". Die Bewertungsliste kann man auf der ADAC-Website online einsehen. Auch die Vorgehensweise beim Test lässt sich dort nachlesen.

Dabei hatten im letzten, umfangreicheren, internationalen Test 2006 die griechischen Fährbetreiber verhältnismäßig gut abgeschnitten und mit der Fähre „Olympic Champion“ der Gesellschaft Anek Lines, die in allen Kategorien Bestnoten erzielte, den Testsieger gestellt.

6. Juli 2009

Auf dem 5. Griechisch-Bayerischen Kulturtag am 28.06.09 in München


Der Tag am Münchner Odeonsplatz mit viel Musik und Tanz, griechischen Spezialitäten und Informationsmöglichkeiten über Griechen und ihre Aktivitäten, Interessen und Vereine vor allem im Münchner Raum hat sehr viel Spaß gemacht. Weitere Fotos gibt es auf Flickr.

Zum Glück hielt sich das Wetter recht gut, nur zweimal hat es kurz ein wenig geregnet. Getanzt wurde nicht nur auf der Bühne in schönen Trachten, sondern auch immer wieder zum Mitmachen für alle auf dem Platz. Durch das Programm führten geistreich Fanny Atheras und Klaus D. Below vom Bayerischen Rundfunk und auch allerhand Prominenz aus Kirche und Regionalpolitik war aufgeboten und sprach Grußworte. In der Theatinerkirche trug der Griechische Musikverein orthodoxe Hymnen mit guten deutschsprachigen Einleitungen vor und es gab eine Ikonenausstellung.

Leider hatte ich nur am Sonntag Zeit. Auch schon am Freitagabend und Samstagnachmittag standen Veranstaltungen auf dem Programm. Besonders interessiert hätte mich auch die Lesung und Diskussion mit Petros Markaris, dem bedeutenden griechischen Autor, der vor allem für seine Krimi-Serie um den Komissar Kostas Charitos bekannt ist, am Samstag Abend.

Ich hatte gar nicht geahnt, wie viele Aktivitäten es in München gibt. Allein schon das “Griechische Haus” hat ein sehr umfangreiches Programm und ist eine hervorragende Begegnungsstätte. Daneben gibt es zahlreiche Vereine, wie die der Kreter und Pontosgriechen, die Tänze aufführten, eine sehr aktive Kirchengemeinde und vieles mehr. Ich habe mir eine Menge Informationsmaterial mitgenommen und werde es mal bei Gelegenheit in einem eigenen Artikel zusammenfassen.

21. Juni 2009

Das neue Akropolis-Museum

AkropolisMuseum

Atemberaubend ist sie zweifelsohne, die Akropolis – dominantes und weithin sichtbares Wahrzeichen Athens!
Atemberaubend im wahrsten Sinn des Wortes auch das neue Akropolis-Museum! Weit mehr an Schwindelfreiheit als die Erklimmung des Akropolis-Hügels fordert das Vordringen zu den Ausstellungsstücken des Erdgeschoßes! Denn der Fußboden ist aus Kunstglas, durch das man bis zu acht Meter tief auf die unter dem Museum liegende Ausgrabungsstätte mit Siedlungsresten aus dem Zeitraum von der Antike bis zum 13. Jahrhundert blickt.

AkropolisBoden1

Obwohl das gesamte Museum erst am 20. Juni 09 seine Pforten öffnete, hatte es bereits vorher eingeladen, einen Blick hinein zu werfen. So konnten mein Mann und ich uns bereits im Oktober 08 im Erdgeschoß umsehen. Mir kam es wie ein wunderbares Schweben in Zeit und Raum vor. Unter mir ausgebreitet uralte Mauern und die Fundamente des Hauses, in dem ich mich befand. In greifbarer Nähe beeindruckende, kunstvolle, jahrtausendealte Exponate. Nach draußen öffnete sich durch die Glaswände der Blick auf die Akropolis vor dem strahlend blauen Himmel. Ich hätte mir nie vorstellen können, wie sich das Akropoliserlebnis in diese Dimension noch steigern lässt. Meinem Mann hingegen trübte ein flauer Magen und unsicherer Schritt über dem kunstglasbedeckten Abgrund beträchtlich die Freude und er war nicht der einzige unter den Besuchern, die recht zaghaft dahinschritt. Einige sah ich gar entmutigt nach einigen Schritten umkehren. Eben nicht jedermanns Sache. Aber auch gerade für die nicht ganz Schwindelfreien mag es vielleicht die abgeforderte Überwindung beim Überschreiten des Abgrunds, gepaart mit dem leichten Anstieg der Glasrampe sein, die das Gefühl für die Erhabenheit der Exponate, von denen man sich schließlich fesseln lässt, vertieft.

Einige Fakten:

Das neue Museum am Fuß der Akropolis umfasst drei Stockwerke und eine Fläche von rund 25.000 Quadratmetern. Entworfen wurde es von dem Schweizer Architekten Bernard Tschumi.
Ca. 130 Millionen Euro sollen die Baukosten betragen haben, elf Jahre die Bauzeit.
Der Eintritt beträgt noch bis Ende des Jahres nur 1 EUR.
Öffnungszeiten sind täglich außer Montags und Feiertags von 8.00 morgens bis 8.00 abends.

AkropolisMuseumExponat

20. Juni 2009

München, 26.-28. Juni 2009: 5. Griechisch-Bayerischer Kulturtag

München, 26. – 28. Juni 2009:
5. Griechisch-Bayerische Kulturtage

Wann?: 26.-28. Juni 2009
Wo?: München: Odeonsplatz, Rathaus und LMU
Was?: Griechisch-Bayerischer Kulturtag mit Tanz, Musik, Film, interessanten Begegnungen und vielem mehr


Ich hatte es ja schon vor einiger Zeit angekündigt. Doch damals war das Programm noch vorläufig. Nun ist das offizielle Programm online. An einem der Highlights hat sich nichts geändert. Der bekannte Krimiautor Petros Markaris kommt.

3. Juni 2009

Neustadt a.d. Weinstr., 01.07.2009 - Kostas Antoniadis m. Ensemble

Neustadt an der Weinstraße: Mittwoch, 1. Juli 2009, 20:30 Uhr
Kostas Antoniadis mit Ensemble

Das Konzert findet im Rahmen des Musik Open Air- Programms "Neustadt unterm Himmelszelt" im Rathaus-Innenhof statt (bei Regen in der Aula des Leibniz-Gymnasiums).

In der Ankündigung heißt es dazu:
Kostas Antoniadis ist hinsichtlich seines meisterhaften Bouzoukispiels ein einzigartiger Vertreter griechischer Musik in Deutschland. Virtuos und temperamentvoll sind seine solistischen Kabinettstückchen, einfühlsam und authentisch die Darbietung griechischer Lieder aller Stilrichtungen, verblüffend das Klangvolumen, das er der kleinen Baglamas entlockt. Seine langjährige Erfahrung als Berufsmusiker und sein intensives Studium der Spieltechniken schaffen die Voraussetzungen für ein musikalisches Feuerwerk, das das Publikum unweigerlich in seinen Bann zieht und entführt in die von Lebensfreude, Lust und Leidenschaft geprägte Stimmung einer griechischen Taverne.

Das Ensemble spielt griechische Musik in ihrer ganzen Vielfalt. Eine wesentliche Bereicherung erfahren die Konzerte durch die Eigenkomposition von Kostas Antoniadis, die geprägt sind durch die Erinnerungen an die griechische Heimat. Eintritt: Abendkasse 17,- Euro, VVK* 14,- Euro (zzgl. VVK-Gebühr)

Weitere Informationen und Bilder sind auf der Website des Musikers Kostas Antoniadis zu finden.

30. Mai 2009

Nürnberg: 19.06.bis 21.06.09: Festveranstaltungen zum 10jährigen Kavala-Nürnberg-Jubiläum

Anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft Nürnberg-Kavala ist ein interessantes Programm mit Festakt, Bürgerfest und Ausstellungen geboten.

13. Mai 2009

Berlin, 26.06: Maria Farantouri und Giorgos Dalaras

Als Hommage an den großen Dichter Giannis Ritsos, der im Mai dieses Jahres 100 Jahre alt geworden wäre, ist dieses KonzertLink mit Vertonungen seiner Werke gedacht.

Da ich selbst in Süddeutschland wohne, ist mir der Weg nach Berlin zu weit. Sonst hätte ich das Konzert sehr gern besucht, denn gerade die Symbiose griechischer Poesie und Musik finde ich immer wieder bezaubernd und beide, Farantouri und Dalaras gehören zu meinen Lieblingsinterpreten.

Doch zu dem gleichen Termin bietet auch das meiner Heimatstadt viel nähere München mit den 5. Griechisch-Bayerischen Kulturtagen ein interessantes griechisches Kulturprogramm, zu dem u.a. der griechische Autor Petros Markaris erwartet wird. So fällt meine Wahl für das Wochenende auf München, da der Weg dorthin für mich nicht so weit ist.

München: 26.-28.06.: 5. Griechisch-Bayerische Kulturtage

Wann?: 26.-28. Juni 2009
Wo?: München: Odeonsplatz, Rathaus und LMU
Was?: Griechisch-Bayerischer Kulturtag mit Tanz, Musik, Film, interessanten Begegnungen und vielem mehr

Unter dem Vorbehalt von Änderungen ist folgender Programmablauf geplant:

Freitag, 26. Juni 2009: Institut für Byzantinistik, LMU-München, Hörsaal

18.00 Uhr „Wiederholungstäter. Ein Leben zwischen Athen, Wien und Istanbul“ –
Vortrag und Diskussion mit Petros Markaris, dem wichtigsten Vertreter zeitgenössischer griechischen Literatur, dessen Bücher im renommierten Diogenes Verlag erscheinen.
Moderation: Prof. Dr. Marie-Elisabeth Mitsou.
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Samstag, 27. Juni 2009: Odeonsplatz und Rathaus (Grosser Sitzungssaal)

Moderation: Sophia Krause, Ilias Mavridis

15:00 Uhr Odeonsplatz: Griechische Tänze - Kretischer Verein München e.V. ; Jugendgruppe des Vereins der Griechen aus Pontos e.V.)

15:00 Uhr
Rathaus: Führung durch das Münchner Rathaus (mit StR. Andreas Lotte)

16:00 Uhr Rathaus: Kinderchor der Aristoteles-Schule München

16.15 Uhr
Griechisch-Bayerische Identitäten – Diskussion mit griechischen und deutschen Jugendlichen und mit dem Oberbürgermeister Christian Ude. Einführung: Sema Mühlig-Versen. Moderation: Eleni Iliadou (BR).

18.00 Uhr Buchvorstellung: „Zur Geschichte der Griechen aus Pontos in München“. Moderation: Christiane Schlötzer (SZ), Eleni Torossi (BR)

19:00 Uhr Filmvorführung: „Ein Traum von Leben und Brot – Jannis Ritsos
und sein Griechenland“. Dokumentarfilm von Pantelis Voulgaris
und Armin Kerker. Anlässlich des 100. Geburtstages des Dichters.

20:00 Uhr Buchvorstellung / Lesung und Diskussion – mit Petros Markaris „
„Die Kinderfrau – Ein Fall für Kostas Charitos“.
Erschienen bei Diogenes-Verlag, Zürich 2009.
Moderation: Dr. Athanassios Lambrou und Costas Gianacacos
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Sonntag, 28 Juni 2009

Allerheiligenkirche, Ungererstrasse 131
09.30 Uhr Göttliche Liturgie (Mit S.E. Metropolit Augoustinos von Deutschland)

Odeonsplatz:
Moderation: Fanny Atheras (BR), Klaus D. Below (BR)

12.30 Uhr Musikalischer Auftakt: griechische Musik
Ensemble IONES

13.15 Uhr Bayerische Tänze (Heimat- u. Volkstrachten Verein „Alpenrösl“)

13.45 Uhr Griechische Tänze aus Thessalien (Griechische Gemeinde München e.V.)

14.05 Uhr Bayerischer Chor, Leitung: Dr. Dimi Palos

14.30 Uhr Griechische Tänze (Verein Ionische Insel e.V.)

14.50 Uhr Griechische Lieder – Gemischter Chor (Musikverein Philharmonia e.V.)

15.00 Uhr Theatinerkirche: Orthodoxe Hymnen (Griechischer Musikverein e.V.)

15.15 Uhr Bayerische Tänze

15.45 Uhr Griechische Musik und Tanz für alle!

16.30 Uhr Griechische Tänze (Heimat- u. Volkstrachten Verein „Alpenrösl“)
(Griechisches Haus / Evangelisches Migrationszentrum)

17.00 Uhr Grussworte

17.45 Uhr Bayerischer Chor, Leitung: Dimi Palos

18.05 Uhr Griechische Tänze (Lykeion ton Ellinidon München e.V.)

18.30 Uhr Griechische Musik und Tanz für alle!

19.00 Uhr Pontische Tanzperformance – Momogeroi
(Jugendgruppe des Vereins der Griechen aus Pontos e.V.)

19.20 Uhr Musik und Tanz für alle!

9. Mai 2009

Donnerstag, 09.Okt: Rückfahrt nach PiräusUnser Urlaub neigt sich dem Ende. Wie immer kehren wir lieber einige Tage vor dem Rückflug auf das Festland zurück, vor allem um sicher zu gehen, dass wir nicht wegen stornierter Fährverbindungen den Rückflug verpassen. Denn immerhin hat der Wetterbericht steigende Windstärken bis 8 für die kommenden Tage angesagt. Außerdem halten wir uns auch gern einige Tage in Athen auf, wo es stets manches Neues zu entdecken und manches Vertraute wiederzufinden gibt. Ein oder zwei Tage hätten wir uns auch noch länger Zeit auf Sifnos lassen können. Doch ist momentan am Donnerstag die Reisezeit die günstigste. Freitag käme man erst mitten in der Nacht in Piräus an. Die Schnellfähre, die noch eine Woche vorher samstags ging, wurde gestrichen.

Deshalb verlassen wir heute Sifnos. Wir verabschieden uns von unserer freundlichen Hausherrin und gehen um 11.00 h mit unserem Gepäck zum Restaurant Posidonas, von dem es nur wenige Meter bis zum Fähranleger sind. Schräg gegenüber des Restaurants Posidonas ist das Fährbüro, wo wir die Karten kaufen. EUR 33,- kostet die Fahr mit der Agios Georgios pro Person.

Dann lassen wir uns noch einmal auf der Restaurantterrasse direkt am Meer Fava und Kalamari schmecken, sehen den Fischen im Wasser und den Badenden am Strand zu, bevor schließlich die rechtzeitig vor einer pünktlichen Abfahrt um 12.35 h die Fähre kommt. 5,5 Stunden wird die Fahrt dauern.

Es geht zurück vorbei an allen während dieser Reise besuchten Inseln. Zuerst legt die Fähre auf Serifos an. Wir sehen noch einmal unser Hotel Areti gleich am Eingang der Bucht oben am Hang liegen, blicken noch einmal zur Chóra hoch bei der Einfahrt. Bei der Weiterfahrt sehen wir die andere Seite der Chora sich die andere Hangseite hinab erstrecken. Weiter geht die Fahrt entlang der Insel. Noch einmal sehen wir den von einer schneeweißen Quader des Klosters Tachiarches mit seiner kleinen Kuppel oben am Hang.

Die nächste Insel, an der wir zuerst längs vorbei fahren, bevor wir in den Hafen einlaufen, ist Kíthnos. Sanft gewellt liegt es da, graubraun wie die anderen Inseln mit mehreren Buchten mit kleinen Stränden und weißen Häusern, die sich die Hänge hoch ziehen. Das war der letzte Stopp der Fahrt. Gegen 16.30 h kommen wir am Cap Sunion vorbei. Leider nähert sich die Fähre nicht genug der Küste, um es mit bloßem Auge gut erkennen zu können. Man erahnt es eher auf seinem Felsen im Licht der Nachmittagssonne. Doch mit unserem kleinen Ferngucker sehen wir die weißen Säulen des Tempels sehr schön auf dem hellbraunen Stein.

Es sind recht viele Reisegäste auf der Fähren, wenn sie auch nicht voll ist. Wie geplant kommen wir um kurz nach 18.00 h in Piräus an, das golden in der Abendsonne liegt. Land und Meer scheinen zu verschwimmen. Kaum sind die Häuserfassaden der Straßen von den riesigen Schiffswänden im Hafen zu unterscheiden.
Link
Wir gehen zum Bahnhof und nehmen die Metro (Linie 1) bis zu Athens Thissio-Platz, wo wir in das Hotel Erechthion *) gehen. Wir kennen es von früheren Reisen. Es liegt ruhig in einer Seitenstraße abseits der quirligen Fußgängerpromenade zur Akropolis. Vom Balkon einiger Zimmer hat man einen schönen Blick auf die Akropolis. Leider scheint es, dass kaum etwas restauriert wurde in den letzten Jahren. So zeigen sich deutliche Abnutzungserscheinungen an Wänden und Einrichtung. Beispielsweise lässt sich die Balkontüre nicht richtig schließen. Doch die Betten sind wie eh und je sauber und die Zimmer werden gepflegt, was uns schließlich die Hauptsache ist.

Adresse:
Hotel Erechthion
8, Flammarion str. & Agias Marinis
118 51, Thission, Athens Greece
Tel.: +30 210 34.59.606, * +30 210 34.59.606 34.59.626
Fax: +30 210 34.62.756

8. Mai 2009

Reisebericht Westkykladen(24) - Sifnos

Mittwoch, 8. Oktober 2009: Sifnos, Kamares
Unseren letzten Tag auf Sífnos verbringen wir am Strand. Obwohl der Tag sonnig ist und nur ab und zu vereinzelte Wolken am strahlendblauen Himmel vorbeiziehen, ist es vormittags so kühl, dass man sich mit T-Shirt wohler als im Badeanzug fühlt. Auch ist der Sand noch kalt. Trotzdem gehe ich eine Stunde schwimmen. Das Wasser hat 24 Grad und das Meer liegt völlig unbewegt, so dass man klaren Blick auf den Sandboden im linken Teil der Bucht und die vereinzelten Flecken mit Steinen im rechten Teil hat. Als ich gegen 11.30 h aus dem Wasser komme, ist endlich richtig warmes Badewetter. Wir gehen essen, holen Mandelgebäck in der Bäckerei und den Schafsfrischkäse "Mithídra", eine Flasche Wein, Brot und Tomaten für das Abendessen. Zum Mittagessen bestellen wir heute das Erbsenpüree Fava als Vorspeise und gefüllte Paprika und Musaka aus Hauptgericht. Es sind mit die besten Fava, die ich je gegessen habe. Vor allem machen sich die roten Zwiebeln und Kapern, mit denen das Püree bestreut ist, sehr gut dazu. Auch ist angenehm, dass es nicht so fett ist, wie sonst oft. Statt dessen kann man mit dem Viertel Zitrone, das dazu gereicht wird und dem Olivenöl, das am Tisch steht, nachwürzen. Auch die gefüllten Paprika sind köstlich. Hingegen war das Lamm die letzten Tage nicht so gut, wie während unseres ersten Aufenthalts auf Sifnos und die Auswahl der angebotenen Gericht ist insgesamt kleiner geworden. Nicht alles, was auf der Speisekarte steht, ist auch vorrätig. Das mag daran liegen, dass der Mann des Wirtspaares zur Zeit das Lokal allein mit einer albanischen Küchenkraft führt, während seine Frau ihren kranken Vater in Athen besuchen gefahren ist. Nachmittags genießen wir das schöne warme Badewetter am Strand. Um 17.30 h allerdings verschwindet die Sonne bereits hinter dem linken Berghang, so dass unsere Seite der Bucht bereits im Schatten liegt. Wir haben wieder das Zimmer Nr. 2, nachdem wir vorher 2 Tage im Zimmer Nr. 8 im Parterre waren, das mehr Sonne hat, aber keine so große Terrasse, sondern nur eine gemeinsame, schmale kleinere. Das Zimmer Nr.2 hat fast den ganzen Tag Schatten auf der Terrasse, erst ab ca. 15.30 h kommt auf einer Seite allmählich die Sonne.

7. Mai 2009

Reisebericht Westkykladen (23): Sifnos

Dienstag, 7. Oktober 2008:
Ag. Andreas und Kloster Panagías Vrysis (Kyra Vrysiani)
(Fotos zum Vergrößern bitte anklicken!)

Wieder ein schöner, sonniger Tag. Wir nehmen wieder den Bus um 7.30 h nach Apollonía, frühstücken dort beim Hauptplatz und gehen die weniger Meter hinauf zur Kreuzung nach Vathí, zur Bushaltestelle. Um 8.10h kommt der Bus, den wir bis zu der Stelle nehmen, an der der steile Steinpfad den ca. 430 m hohen Berg hinauf zu der weißen Gipfelkirche Ag. Andreas und Ausgrabungsstätte führt.

Am Beginn des Weges steht eine Informationstafel. Der Weg ist gut ausgebaut und gepflegt und so kaum zu verfehlen. Wieder blühen ab und zu kleine Alpenveilchen am Wegrand. Zwischen den Stufen finden wir hier vereinzelt weiße Blumen und unscheinbare kleine blaue sowie die häufig auf steinigem Untergrund anzutreffenden mit löwenzahnartigen gelben Blüten.

Während wir hochsteigen, blicken wir hinüber zum Profitis Ilías, den wir gestern bestiegen hatten. Die Ausgrabungsstätte ist offen, ohne Eintritt zugänglich. Arbeiten sind im Gange. Außer Fundamenten ist nichts zu sehen. Doch ist die Lage herrlich. Wir blicken weit über das Meer. Die Häuser der Dörfer Apollonia, Kato Petali, Kastro, Katavati, Ano Petali und Artemónas, sowie die weit verteilten einzelnen kleinen Bauten liegen wie weiße Perlen auf den dunklen Felsen an der Sonne. Nach Süden blicken wir auf das Kloster Chrisopigi, das auf einem Felsen über dem Meer thront und das wir auch schon besucht hatten und die Platí Gialós-Bucht.

Etwas über 30 Minuten haben wir in gemächlichem Tempo mit vielen Fotostopps hinauf gebraucht. Nach unten etwa die Hälfte.

Als nächstes wollen wir zu dem Kloster Panagía tis Vrýsis, das auch Kyra-Vrysiani genannt wird.
Wir überqueren die Asphaltstraße, die nach Vathi führt, gehen die wenigen Schritte in Richtung Vathí zu dem Steinweg, der deutlich an den hüfthohen Mauern zu beiden Seiten zu erkennen ist und den wir uns mir zwei dicken Gummischläuchen teilen. Er führt an einzelnen Häusern und Gärten vorbei und mündet in einen Schotterweg, den wir bis zu dem Hubschrauberlandeplatz gehen, dann diesen entlang und dahinter hinab zum Kloster, unterhalb dessen zwei Terrassen mit Wein liegen. Etwa 20 Minuten haben wir zum Kloster gebraucht, nachdem wir kurz beim Friedhof waren, weil wir hier den Weg vermutet hatten, bevor wir den richtigen Weg am Hubschrauberlandeplatz vorbei fanden. Wir treten durch die Metallpforte in der kahlen, abweisend wirkenden hohen Wand und gehen durch einen langen tunnelartigen Durchgang in den Innenhof, wo die Mönchszellen und Wirtschaftsräume die Kirche umgeben. Das Kloster, das 1642 um eine ältere Kirche herum errichtet wurde, soll das letzte bewohnte Mönchskloster der Insel sein. Wir sehen jedoch keinen der Mönche. Dir Kirche besitzt eine schöne Ikonostase mit Ikonen aus dem späten 17. und frühen 18. Jahrhundert, einige davon von Emm. Skordillis im sogenannten Kretischen Stil.

Vom Kloster gehen wir nicht den gleichen Weg zurück, sondern das kürzere Stück zur Straße nach Platís Giálos. Wir haben Glück. Es ist 11.00 h vormittags und in dem Moment, in dem wir die Straße erreichen, zu der es vom Kloster nur wenige Minuten sind, kommt der Bus. Er fährt nach Artemónas, hält sich dort fünf Minuten auf und kehrt dann um, um über Apollónia hinunter nach Kamáres zu fahren. Wir gehen zu Mittag essen und anschließend an den Strand.

6. Mai 2009

Reisebericht Westkykladen (22): Sifnos

Montag, 06.Okt. Wanderung auf den Gipfel des Profitis Ilias


Endlich wollen wir auch mal auf einen Profítis Ilías steigen. Fast jede Insel hat ihren. Meistens trägt der höchste Berg diese Namen. Da wir eher Genusswanderer als Bergsteiger sind, machen wir uns selten an seine Besteigung. In diesem Fall ist der Anstieg jedoch bequem in zwei Stunden zu bewältigen, so dass wir ihn uns vornehmen.


Um 7.30 h nehmen wir den Bus hinauf nach Apollonia. Nach einem Frühstück mit Käsepita und Illy-Capuchino in der Bäckerei/Konditorei etwas unterhalb des Hauptplatzes gehen wir zum oberen Ende des Hauptplatzes und biegen dort nach rechts in das Gässchen, das zur langen Hauptgasse mit Souvenirläden, Cafés und dem Hotel Sífnos führt.

Sie steigt leicht an zum nahtlos angrenzenden Ort Katavati, durch den wir bis zum Ortsende durchgehen. Dort zweigt wenige Meter nach der Kirche Panagía Angelóktisti rechts der Weg zum Profíts Ilías ab. Die Kirche erkennt man an ihrer unüblichen konischen Kuppe und einem Metallschild, auf dem ihr Name auf Griechisch steht. Der Weg ist mit einem Schild in Griechischen Buchstaben ΠΡ ΕΛΙΑΣ (PR ELIAS) ausgeschildert und trifft bald auf einen Asphaltstraße, an der ein Informationspavillon steht. Man folgt ihr wenige Meter nach rechts, bis der gut ausgebaute und gepflegte Stufenweg linkerhand zum Profitis Ilias und seinem Gipfelkloster abzweigt. Auch hier steht ein kleines Holzschild in griechischer Schrift.
Begleitet von dicken schwarzen Wasserschläuchen und ab und zu grell orangefarbenen Markierungspunkten steigt der Weg am Hang entlang an. Nach etwa 20 Minuten treffen wir auf eine kleine betonierte Brücke, über die wir nach rechts gehen. Auch hier steht ein Schild. Die weitere Markierung ist nicht mehr orangefarben, sondern mal dunkelrot, dann mal ein grüner Pfeil, dann ab und zu ein blauer Punkt. Jedoch ist der Weg immer gut zu erkennen, da er gepflegt ist, nirgends überwuchert, und großenteils aus Steinstufen besteht, an manchen Stellen sogar mit Beton ausgegossen ist. Zurück bieten sich herrliche Ausblicke auf Apollonía, Katavatí, die weiteren umliegenden Dörfer und Kástro. Links sieht man auf die Kirche Ag. Andréas, die, umgeben von einem Plateau mit den Mauern der archäologischen Stätte auf einer Bergkuppe liegt. Bald tauchen am Horizont die Inseln Kímolos und Mílos auf. Nach etwa 1 Stunde sehen wir die Klostermauern über uns. Am Wegrand und zwischen den Stufen blühen ab und zu kleine Alpenfeilchen, zwischen den Felsen vereinzelte Meerzwiebeln. Das Kloster Profítis Ilías tou Psílou ist das älteste christliche Bauwerk der Insel. Früher soll ein antiker Wachturm an dieser Stelle mit dem hervorragenden Weitblick übers Meer gestanden haben. Die älteste in Marmor eingravierte Jahreszahl nennt 1145, doch wahrscheinlich wurde es bereits im 8. Jh. errichtet. Schon lange leben keine Mönche mehr hier. Nur einmal im Jahr, am 20. Juli, dem Tage des Propheten, wird es von einem Kirchenfest beleb, sonst ist es verlassen. Dennoch wird man willkommen geheißen und findet Erfrischung in dem Speisesaal mit seinem langen Holztisch und Holzbänken.



Fotos zum Vergrößern bitte anklicken!






Wasser gibt es von einem etwa 3 m tiefen Brunnen. Seil und Eimer liegen bereit. An der Tür eines Wandschranks steht, in mehreren Sprachen, man könne sich hier einen Kaffee machen. Wir öffnen sie und finden Gaskocher, Streichhölzer, Kännchen, Kaffeepulver für griechischen Kaffee ebenso wie Nescafe, Zucker, Milch, Tassen und Löffel. Etwa 2 Stunden haben wir für den Anstieg gebraucht. Lang genießen wir den Ausblick weit über das Meter. Wir sehen uns die Kirche an, gehen hinab zu der kleinen Kapelle, von der man einen guten Blick zurück auf das Kloster hat, und bewundern die kleinen Blumen in den Felsritzen, bevor wir wieder hinab steigen.

Für den Abstieg brauchen wir etwa 1,5 Stunden. Bei Auf- und Abstieg sowie oben beim Kloster trafen wir keinen einzigen Menschen. Wir waren ganz allein.
Blumen am Wegrand

Wir gehen zurück nach Apollonía und nehmen den Bus um 13.30 h nach Kamáras, wo wir im "Posidonas" essen.

Den Nachmittag verbringen wir am Strand. Das Meer ist wieder ruhig. Anders als wir es nach dem Sturm erwartet hätten, ist es auch nicht verschmutzt, sondern völlig klar und sauber. Der ganze Tag war wunderschön sonnig und warm, ohne unerträglich heiß zu sein.