Fünf Wochen später als die Westkirchen feiern die Griechen 2016 das orthodoxe Osterfest - das größte Fest im Jahreszyklus der orthodoxen Kirche. Diese Woche ist also Megali Evdomada, die "Große Woche", die der Karwoche der Westkirchen entspricht.
Viele Restaurants bieten in dieser Woche streng vegane Fastenspeisen an. Denn die meisten orthodoxen Gläubigen fasten zwar nicht die empfohlenen 46 Tage vor Ostern, zumindest aber während der "Großen Woche".
An ihrem Auftakt steht der Kyriaki ton Vajon oder Kyriaki tou Lazarou (Sonntag des Lazaros), für den nach altem Brauch ein spezielles, lazarakia genanntes Gebäck gebacken wird, das keine tierischen Bestandteile enthalten darf und die Form kleiner Menschenkörper hat, die wie in ein Leichentuch gewickelt aussehen.
Es folgt der Große Montag, an dem sich viele Griechen dem Osterputz widmen, während die Kirche der Reinigung von Händlern und Geldwechslern gedenkt, der Jesu den Tempel von Jerusalem unterzog.
Am Großen Dienstag werden Wände geweißelt,um im österlichen reinsten, weißen Glanz zu erstrahlen. Auch Gehsteige und Platten auf Plätzen werden gern mit frischen weißen Kontouren bemahlt. In der Kirche wird die 859 entstandene Hymne der Kassiane gesungen.
Am Großen Mittwoch bekommen die Kirchgänger mit geweihtem Öl ein Kreuzzeichen auf die Stirn gezeichnet - als Reinigung von ihren Sünden und Vorbereitung auf die Osterkommunion.
Am Großen Donnerstag strebt die Hinführung auf Ostern ihrem Höhepunkt zu. Die zwölf Evangelien, die die Leiden Christi beschreiben werden vorgetragen. Nach dem sechsten Evangelium gehen alle Lichter der Kirche aus und die Gläubigen verfolgen mit angezündeten Kerzen die Nachstellung der Kreuzigung von Jesus und singen dabei die altgriechische Psalme "Símeron kremáte epi ksílou....." ("Heute wird er an das Holz gehängt....."), worauf man das Hämmern der Nägel hört, mit denen Jesus ans Kreuz genagelt wurde. Danach wird das Kreuz Christi in der Kirche aufgestellt, bevor die letzten sechs Evangelien vorgetragen werden. Frauen beginnen, den Epitafios zu schmücken, wie einen hölzernen Sarg nennt, auf den am Morgen des Karfreitag ein goldbesticktes Tuch gelegt wird, das den Leichnam Jesu mit der Heiligen Marie und Engeln darstellt.
Einzelne Gegenden und Inseln haben ihr ganz spezielles Brauchtum am Großen Donnerstag bzw. Gründonnerstag.
Auf Patmos ist es beispielsweise die Niptyra genannte Fußwaschungszeremonie, im Epirus das Entfernen der Schafs- und Ziegenglocken bis zum Ostersonntag.
Am Großen Freitag bzw. Karfreitag schließlich, wird der Epitaphios in einer festlichen Zeremonie durch die Straßen getragen, gefolgt von den Gläubigen.
Auch für diesen Tag haben viele Gemeinden ihr eigenes Brauchtum. So stellen beispielsweise Bewohner des Dorfes Marpissa auf der Insel Paros alljährlich mit stimmungsvoll beleuchteten lebendige Bilder - sogenannten Tableaux Vivants - entlang des Prozessionswegs regungslos Szenen aus dem Leidensweg Christi nach.
Am Großen Samstag ist dann der große Moment der Kunde von Christi Auferstehung und des Heiligen Feuers. Sobald in der Abendmesse die altgriechischen Worte Défte lávete fós („Kommt und nehmt Licht“) gefallen sind, wird das „Heilige Licht“ vom orthodoxen Geistlichen an die Kirchgänger weitergegeben, die damit ihre Kerzen entzünden. Um Mitternacht erklingt der Tropárion genannte Psalm zur Ankündigung der Auferstehung Christi. Glockengeläut und Feuerwerk setzen ein. Die Menschen fallen einander in die Arme, küssen sich und rufen "Christos anesti!" (Christus ist auferstanden) und "Alithos anesti!" (In Wahrheit auferstanden). Dieses Rede-Antwortspiel wird von nun an statt „Frohe Ostern!“ - "Danke, gleichfalls!" die Osterfeiertage begleiten.
Bislang schätzte ich die Kresslesmühle in Augsburg mit ihrem wunderschönen Altstadtambiente vor allem als Kabarettbühne. Das ist sie ja nach wie vor. Doch zunehmend sind auch interessante Musikveranstaltungen im Programm. Und - was mich besonders freut - solche ganz abseits des Mainstream. Als Griechenlandfan und -autorin fallen mir hier natürlich ganz besonders die aktuellen Konzerte griechischer Musik auf - einer authentischen griechischen Musik, die Tradition und moderne Strömungen zu vereinen weiß und sich weit jenseit von touristen- und klischeetauglichen Bousouki- und Sirtakiklängen bewegt.
Mit großem Genuss bereits erlebt habe ich in der Kresslesmühle am 6. Febuar 2016 die kretische Formation Chainides und jetzt gerade letzten Sonntag, den 17. April 2016, den wahlgriechischen Liedermacher und -übersetzer Felix Leopold.
Aktuell freue ich mich nun auf diesen Sonntag und die Gruppe Si BeMol. "GRIECHISCHE MUSIK MAL ANDERS - BALLADEN UND KLÄNGE DIE BERÜHREN" hat sie ihr aktuelles Programm überschrieben. Freilich hätte dieses Etikett genausogut auch für Felix Leopold und Chainides getaugt. Das weckt die Hoffnung, dass es ein ebenso spannender und erbaulicher Abend wird wie jene beiden. Jedenfalls freue ich mich schon.
Denn griechische Musik kommt sonst viel zu kurz im deutschen Kulturbetrieb - seien es Radio, TV oder Lifebühnen.Und dabei hat gerade sie so viele interessante Strömungen zu bieten, die teils - wie z.B. jene des Rembetiko - urbanen Subkulturen einer der heutigen Flüchtlingskrise in nichts nachstehenden Migrationswegung entspringen, teils ihre Wuzeln in altem griechischen Volksgut und teils in Protestbewegungen haben und allesamt von großer musikalischer und poetischer Qualiät sind.Nicht wenige beliebte, auf Straßen und in Tavernen geträllerte griechische Lieder stammen aus der Feder großer griechishe Poeten, wie beispielsweise die Literaturnobelpreisträger Giorgos Severis und Odysseas Elytis.
"Die Liebe geht durch den Magen" ist ein oft gehörter Spruch. Doch bei mir geht sie eher durch das Lied - die Liebe zu einer Kultur, zu einem Land!
So jedenfalls war es für mich mit Frankreich und Griechenland. Lang bevor ich die authentische und ganz hervorragende Küche dieser beiden Länder zu schätzen und zu lieben lernte, hatte ich begonnen, zuerst französische und dann bis heute vor allem griechische Lieder zu lieben. Geradezu eingenistet haben sich beide in mir - zuerst als
Ohrwurm in den Gehörgang. Bald aber schien es, begann auch mein Herz in ihrem Rhytmus zu schwingen und das Hirn sich zu fragen, warum sie mich so stark berühren - noch bevor ich mehr als vereinzelte Worte ihrer Texte verstand, wie im Griechischen agapi = Liebe; dakria = Tränen; uranos = Himmel; thalassa = Meer. Immer mehr wollte ich davon hören und schließlich natürlich auch verstehen. So begann ich zuerst vor vielen Jahren Französisch zu lernen und nun auch Griechisch.
Leider hört man im Gegensatz zu französischen Chansons griechische Lieder kaum in Deutschland im Radio oder TV. Und deutsche Texte dazu sind noch rarer, ebenso wie Lifeauftritte griechischer Musiker im deutschsprachigen Raum. Wie schön, dass sich wenigstens einer dieser Lücke im Musikbetrieb angenommen hat - der mit seiner griechischen Frau in Thessaloniki lebende, als Deutscher geborene und aufgewachsene Wahlgrieche Felix Leopold. Lieder, für die Alexiou, Papakonstantinou, Paschalidis und Savvopoulos bekannt wurden, gehören zu seinem Repertoire. Vor allem aber übersetzte er selbst viel von der Poesie des schreibenden und dichtenden Seemanns Nikos Kavvadias. "Lieder vom Meer" nennt sich daher seine diesjährige Frühjahrstournee durch viele deutsche Städte - nicht nur große wie Berlin, Dortmund, Hamburg, München Stuttgart, Köln und Wien, sondern auch zahlreiche kleinere wie Augsburg, Darmstadt, Gießen, Bad Nauheim. Eine hervorragende Gelegenheit, sich mit griechischer Musik und Poesie vertraut zu machen und seine Liebe für dieses wunderschöne Land und seine weitgehend hierzulande unbekannte reiche Gegenwartskultur zu entdecken oder zu vertiefen! Und hat man das Land erst einmal abseits der Touristenströme bereist und ist man in seinen Tavernen und Restaurants eingekehrt, so werden auch Gaumen und Magen diese Liebe teilen. Denn so wie es musikalisch jede Menge jenseits von Busuki- und Sirtaki-Klängen zu entdecken und zu genießen gibt, so warten auch kulinarisch jede Menge Köstlichkeiten jenseits von Grilltellern, Musakas und Tzatziki auf den Genießer!
Am 25. März feiern die Griechen einen ihrer beiden Nationalfeiertage, den Revolutions- oder Unabhängigkeitstag. Zu dem Anlass finden zahlreiche Paraden der Schüler (teils bereits am Vortag), der Evzonen und des Militärs in vielen griechischen Städten statt. Außerdem gibt es viele Auftritte von Poltikern. Dadurch bedingt ist am 24. und 25. März mit Straßensperrren und Verkehrsumleitungen zu rechnen.
Gleichzeitig mit dem Nationalfeiertag wird auch ein Kirchenfest begangen. Dabei handelt es sich aber nicht wie 2016 im Westen um den Karfreitag. Der ist in Griechenland in diesem Jahr erst am 29. April. Am 25.3. wird Mariä Verkündigung (Evangelismos) gefeiert.
Am 24. März 2016 streikt zudem die Metro von Athen. Dieser Streik steht jedoch nicht mit dem Nationalfeiertag in Zusammenhang. Vielmehr will das Personal damit u.a. gegen Privatisierungspläne, fehlende Sicherheitsmaßnahmen protestieren.
Betroffen sind Linien 2 und 3 und auch die Verbindung zum und vom Internationalen Flughafen. Dazu ein Tipp: Man kann den Flughafen vom Zentrum Athens und von Piräus aus auch gut mit Expressbussen erreichen.
Varoufake - Die herrliche Satire über den Medienrummel, der letztes Jahr um einen griechischen Mittelfinger wirbelte, hat mich damals bereits begeistert. Nun erhielt Jan Böhmermann dafür den renommierten Grimme Preis. Ich gratuliere und freue mich darüber!
Da Ostern in Griechenland 2016 erst Ende April / Anfang Mai ist, tobt dort momentan dieses Jahr noch der Karneval.
Traditionell gliedert sich der griechische Karneval in drei Wochen, die in der griechisch-orthodoxen Religion auf die Fastenzeit hinführen sollen: 1.) Profani - die "Ankündigungswoche", in der einst mit Trommelwirbel oder Blasinstrumenten der Karnevalsbeginn verkündet wurde 2.) Kreatini - die "Fleischwoche", in der die orthodoxen Griechen vor der Zeit der Fleischenthaltung nochmal richtig zulangen am Tsiknopempti, dem traditionellen "Grill-Donnerstag" 3.) Tyrofagou - die "Käsewoche"
Den Auftakt der Tyrofagou-Woche bildet der „Herrentag der Fleischenthaltung“ (apokreo). An diesem Sonntag beginnen orthodoxe Gläubige nach dem Abendgottesdienst auf Fleisch zu verzichten. Die Woche hindurch labt man sich dann noch einmal gut an Milchprodukten. Denn während der unmittelbar danach beginnenden großen Fastenzeit vor Ostern gelten komplexe Fastenregeln, die zu bestimmten Zeiten auch jegliches tierische Eiweiß - ja selbst Olivenöl! - verbieten.
Während man sich vom Fleisch bereits verabschiedet hat, nimmt der Endspurt der Fastnacht so richtig Fahrt auf. Die meisten Umzüge und anderen Veranstaltungen finden kurz vor Karnevalsende am die Tyrofagou-Woche abschließenden Wochenende statt.
Der "Aschermittwoch" der Westkirchen spielt für die orthodoxen Griechen keine Rolle. Fastenauftakt ist am Abend des letzten Sonntags der Tyrofagou-Woche nach der Abendmesse. Am nächsten Tag, dem sogenannten Katheri (oder Kathera) Devtera (sauberen Montag) oder Koulouma, wird mit einem gesetzlichen Feiertag der Beginn des Osterfastens gefeiert - am liebsten im Freien mit einem Picknick aus an diesem Tag gestatteten Fastenspeisen, bevorzugt Meeresfrüchten.
Foto: Reiche Käseauswahl der Kykladeninsel Naxos im Geschäft Pan Co von Sofia Pantelia
Alle von Ostern abhängigen beweglichen Feiertage werden 2016 in der griechisch-orthodoxen Kirche wesentlich später als in den Westkirchen gefeiert.
Karneval: 21. Februar bis 13. März 2016
Apokria (oder Apokries wie man meist im Plural für den griechischen Karneval sagt, obwohl es auch das Wort carnavali gibt), wird in Griechenland vorwiegend in den drei Wochen vor Beginn
der Fastenzeit gefeiert. Nur in wenigen Karnevalshochburgen, wie beispielsweise Patra finden bereits
vorher Karnevalsveranstaltungen statt.
2016 ist somit am 21. Februar 2016 griechischer Karnevalsauftakt
Katheri Deftera: Montag, 14. März 2016
Katheri Deftera bedeutet “Sauberer Montag”. Obwohl das an den "Rosenmontag" westlicher Länder erinnert, hat es mit dem Tag eine andere Bewandtnis. In Griechenland markiert er den Auftakt der Fastenzeit vor Ostern, entspricht also eher dem "Aschermittwoch" des Westens.
Der Katheri Deftera, der nach älterem Sprachgebrauch auch Kathera Deftera oder aber auch Koulouma (sprich Kuluma) genannt wird, ist in Griechenland ein gesetzlicher Feiertag Am liebsten verbringen ihn die Griechen im Freien bei
einem reichhaltigen Picknick aus Meeresfrüchten und dem lagana genannten Fastenbrot und lassen Drachen steigen, um den Frühling zu begrüßen.
Ostern: 29. April (Karfreitag) bis 2. Mai (Ostermontag)
Dem Osterfest wird in Griechenland weit größere Bedeutung beigemessen als der Weihnacht. Man verbringt es möglichst im Kreis der Familie. Es gibt ein reiches Brauchtum für das Fest und die vorausgehende, der westlichen Karwoche entsprechenden Megali Evdomada (großen Woche).
Am 10. Februar ist der Gedenktag des Heiligen Charalambos. Viele griechisch orthodoxe Gemeinden feiern sein Fest mit einem Panigyri und einer festlichen Prozession, bei der seine Ikone durch die Straßen getragen wird. Gefeiert wird er beispielsweise in Filiatra und Pyrgos auf der Peloponnes, in Xanthi (Westthrakien), Exo Gonia auf der Insel Santorini und auf der Insel Kea, deren Schutzpatron er ist.
Der "vor Freude Glänzende" bedeutet sein griechischer Name. Der Sohn einer griechischen Familie, dem zahlreiche Wunder zugeschrieben werden, lebte im 2. Jahrhundert und war Bischof von Magnesia in der heutigen Türkei.
Name bedeutet: der vor Freude Glänzende (griech.)
Bischof von Magnesia, Märtyrer
* im 2. Jahrhundert in Antiochia
in Pisidien, heute Ruinen bei Yalvaç in der Türkei
† um 203 in Magnesia am Meander,
heute Ruinen bei Ortaklar
Griechische Ikone
Charalampos, Sohn einer griechischen Familie, war Priester und wurde Bischof von
Magnesia in der Zeit von Kaiser Septimius
Severus und dessen Statthalter Lucianus. Berichtet werden vielfältige und wundersame Taten für Notleidende: Betrübte und
Niedergeschlagene tröstete er, eine Frau errettete er vor dem Tod, Gefangene wurden durch ihn bekehrt.
Name bedeutet: der vor Freude Glänzende (griech.)
Bischof von Magnesia, Märtyrer
* im 2. Jahrhundert in Antiochia
in Pisidien, heute Ruinen bei Yalvaç in der Türkei
† um 203 in Magnesia am Meander,
heute Ruinen bei Ortaklar
Griechische Ikone
Charalampos, Sohn einer griechischen Familie, war Priester und wurde Bischof von
Magnesia in der Zeit von Kaiser Septimius
Severus und dessen Statthalter Lucianus. Berichtet werden vielfältige und wundersame Taten für Notleidende: Betrübte und
Niedergeschlagene tröstete er, eine Frau errettete er vor dem Tod, Gefangene wurden durch ihn bekehrt.
Nahezu das gesamte öffentliche Leben in Griechenland soll am 4. Februar 2016 durch einen Generalstreik lahmgelegt werden. Hintergrund und weitere Informationen dazu in den vorherigen Blogbeiträgen und via Links am Ende dieses Artikels. Hier die für Reisende relevanten Einzelheiten:
Flugverkehr
Streik der Fluglotsen: In den vier Stunden von 8.00 bis 12.00 Uhr
Fähren und Schiffe
Streik der Seeleute (Gewerkschaft PNO): 48 Stunden von
Donnerstag, den 4.Februar, 6.00 Uhr morgens bis Samstag, 6. Februar,
6.00 Uhr morgens.
Straßenverkehr und Taxis
Streik der Taxifahrer: 24 Stunden
Streik der Tankstellen: 24 Stunden
Blockaden von Straßen und Plätzen durch Landwirte mit ihren Fahrzeugen
Bahn
Streik bei der Griechischen Eisenbahn: 24 Stunden
Öffentlicher Nahverkehr
Athen
Streik bei Tram, Metro und ISAP (U- und S-Bahn):
Metrolinie 1 (auch ISAP oder Elektrische genann) und Teilstrecke der Metro-Linie 3 zwischen
Flughafen und D.Plakentias fällt 24 Stunden aus, denn diese Teilstrecke wird von dem
bestreikten Proastiakos bedient. Übrige Linien und Strecken der Metro verkehren
zwischen 10 und 15 Uhr. Nur davor und danach wird gestreikt.
Streik bei Bussen: Vor 9.00 Uhr morgens und ab 21.00 Uhr
Streik bei Trolleybussen: 24 Stunden
Streik bei Vorortbahn von Athen (Proastiakos): 24 Stunden
Thessaloniki
Streik bei städtischen Verkehrsbetrieben: 24 Stunden, evt. ca. stündl. Notfallfahrplan
Diverses
Vorraussichtlich werden Ausgrabungsstätten, Museen, Geschäfte, Apotheken, Büros, Agenturen und Behörden ganztags bestreikt.
Zusammenfassung - ergänzt und aktualisiert am 3. Februar 2016
Wie schon angekündigt, konzentrieren sich die Streiks nächste diese Woche vor allem auf den 4. Februar 2016, den Tag des geplanten Generalstreiks. Doch auch davor und danach sind einzelne Streiks angesetzt.
Wie gewohnt bei einem Generalstreik in Griechenland, d.h. einem Streikaufruf beider Gewerkschaftsdachorganisations ADEDY und GSEE, beteiligen sich nicht alle under diesen Dachverbänden organisierten Einzelgewerkschaften gleichermaßen. Und wie gewohnt, geben manche von ihnen ihre Streikabsicht bekannt - die einer früher, die anderen später - manche gar nicht.
Die neueste Bekundigung, nächste diese Woche streiken zu wollen, kommt momentan kam von der Gewerkschaft der Seeleute, der PNO, die ja auch schon bereits letzte Woche zuvor im Ausstand war. Sie hat nun beschlossen, nicht nur am 4. Februar, sondern gleich 48 Stunden zu streiken, also vom 4.Februar, 6.00 Uhr morgens, bis 6. Februar, 6.00 Uhr morgens.
Die ganze Woche langwollen die griechischen Notare und Gerichtsvollzieher streiken. Bis 8. Februar sind die Rechtsanwälte im Ausstand. Die Massenmedien treten mal wieder einen Tag vor dem Generalstreik in den Ausstand, also am 3. Februar, um am großen Streik- und Protesttag selbst berichten zu können.
Übersicht über für Reisende relevante Streiks
Nachstehend nochmal alle bislang angekündigten auch Reisende betreffenden Streiks im Überblick. (Sollten sich neue dazu gesellen, von denen ich erfahre, werde ich diesen Artikel entsprechend ergänzen)
Luftverkehr
4 Stunden, von 8.00 bis 12.00 Uhr streiken die Fluglotsen, wodurch zahlreiche Flüge ausfallen.
Fähren und Schiffe
Die in der Gewerkschaft PNO organisierten Seeleute streiken 48 Stunden von Donnerstag, den 4.Februar, 6.00 Uhr morgens bis Samstag, 6. Februar, 6.00 Uhr morgens.
Straßenverkehr
Am 4. Februar streiken die Tankstellen in Griechenland.
Bauernproteste und
Blockaden von Straßen und Plätzen durch Landwirte führen zu
Behinderungen an wichtigen Verkehrsknotenpunkten. Schwerpunkt ist
momentan Thessaloniki, wo eine Landwirtschaftsmesse stattfindet. Bauern versuchen mit ihren Traktoren auch die Zufahrten zu Flughäfen zu blockieren. Sie hatten bereits viele Traktoren an einer Kreuzung beim Flughafen von Athen stationiert und scheinen dies nächste Woche auch in Thessaloniki vorzuhaben.
Bahn
Am 4. Februar streikt die griechische Eisenbahn 24 Stunden.
Taxis
Am 4. Februar wollen die Taxifahrer in ganz Griechenland 24 Stunden streiken
Öffentlicher Nahverkehr von Athen
Tram, Metro und ISAP (U- und S-Bahn) streikt
am 2. Februar 11 bis 16 Uhr.
Am 4. Februar verkehrt die Teilstrecke der Metro Linie 3 zwischen Flughafen und D.Plakentias 24 Stunden lang nicht, denn sie wird von dem bestreikten Proastiakos bedient. Die übrigen Metrolinien verkehren zwischen 10 und 15 Uhr und streiken nur davor und danach. Busse und Trolleys streiken zu folgenden Zeiten
Dienstag, 2. Februar 2016: 11 bis 16 Uhr
Donnerstag, 4. Februar 2016: bis 9 Uhr und ab 21 Uhr Trolleybusse streikenDienstag, 2. Februar 2016: 11 bis 16 Uhr
Donnerstag, 4. Februar 2016: 24 Stunden
Vorortbahn von Athen (Proastiakos)
24-stündige Streik am 4. Februar
Diverses, wie z.B. Ausgrabungsstätten, Museen, Behörden
Da
für den 4. Februar die beiden großen griechischen Gewerkschaftsverbände
zum Streik aufgerufen haben, was einem Generalstreik gleichkommt, ist
in vielen Bereichen mit Streiks zu rechnen.
Nicht alles ganz so umfangreich und problematisch wie es klingt!
(zweimalig aktualisiert am 30. Januar 2016 - letzte neue Meldung: Seeleute streiken 4. und 5. Februar 2016)
Viele Menschen in Griechenland mussten immer wieder harte Einschnitte hinnehmen. Nun steht eine Reform des Rentensystems an, die mit Schließung bzw. Zusammenschluss von Rentenkassen sowie Nachteilen und erhöhten Ausgaben für die Versicherten einhergeht. Streiks und Proteste sind die Folge. Nachstehend eine Zusammenfassung der wichtigsten aktuell geplanten Streiks und Proteste mit Schwerpunkt auf denjenigen, die Reisende in Griechenland betreffen. Dazu meine Anmerkung: Lassen Sie sich davon nicht von Urlaubsplänen in Griechenland abbringen! Erfahrungsgemäß beruhigt sich gerade nach einem Proteststurm wie dem momentanen die Lage wieder. Vor allem aber kommt es in den Sommermonaten und zu Hauptreisezeiten nach bisheriger Beobachtung kaum zu Streiks. Zudem wird nicht alles so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Nicht immer beteiligen sich wirklich alle Aufgerufenen an Streiks. Zudem ist die Hilfs- und Improvisationsbereitschaft der Griechen generell groß, so dass man auch als Individualreisender kaum große Probleme hat. Pauschalreisen haben ohnehin großenteils eigene Leistungsträger, die meist nicht von Streiks betroffen sind.
Fähren und Schiffe
Der am Mittwoch, den 27. Januar, begonnene Streik wurde ausgeweitet bis Sonntagmorgen, 6 Uhr. Außerdem ist zu erwarten, dass sich die Gewerkschaft der Seeleute auch am "Generalstreik" am 4. Februar 2016 beteiligt. Am Sa., 30.1. hat die Gewerkschaft der Seeleute nun beschlossen, nicht nur dem Streikaufruf ihres Dachverbands zu folgen und am "Generalstreik" am 4. Februar teilzunehmen, sondern gleich 48 Stunden zu streiken, also auch Freitag, den 5.2. und bis zum Samstagmorgen, den 6. Februar, 6.00 Uhr.
Straßenverkehr
Bauernproteste und Blockaden von Straßen und Plätzen durch Landwirte führen zu Behinderungen an wichtigen Verkehrsknotenpunkten. Schwerpunkt ist momentan Thessaloniki. Taxis
Am 4. Februar wollen die Taxifahrer in ganz Griechenland 24 Stunden streiken
Öffentlicher Nahverkehr von Athen Tram, Metro und ISAP (U- und S-Bahn) streikt am 2. Februar 11 bis 16 Uhr Busse und Trolleys streiken zu folgenden Zeiten
Dienstag, 2. Februar 2016: 11 bis 16 Uhr
Donnerstag, 4. Februar 2016: bis 9 Uhr und ab 21 Uhr
Diverse, wie z.B. Ausgrabungsstätten, Museen, Behörden
Da für den 4. Februar die beiden großen griechischen Gewerkschaftsverbände zum Streik aufgerufen haben, was einem Generalstreik gleichkommt, ist in vielen Bereichen mit Streiks zu rechnen.
Letzte Nacht hat die Gewerkschaft PNO der griechischen Seeleute eine Ausweitung des seit Mittwoch, 27. Januar andauerenden Streiks um weitere 48 Stunden bis um 6 Uhr morgens am Sonntag, 31. Januar beschlossen.
Auch danach kehrt noch keine Ruhe ein. Für Donnerstag, 4. Februar 2016 haben die beiden großen Gewerkschaftsdachverbände ADEDY und GSEE zum Streik aufgerufen. In solchen Fällen spricht man von einem Generalstreik. Sogar die Taxifahrer, die in letzter Zeit selten an solchen Aktionen teilnahmen, wollen am 4.2. streiken.
Hier dreht sich alles um ein Griechenland abseits eingetretener Touristenpfade und Genuss für Leib und Seele
Mein neuestes Buch:
Fettnäpfchenführer Griechenland
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Stets aktukelle Kurzmeldungen und Links rund um das Thema Griechenland nun auch auf dem neuen, unkomplizierten Kommunikationsmedium Twitter. Ich freue mich über jeden, der mir dort folgt und sich mit mir zum Thema austauscht.
Übersichtlicher und umfangreicher als hier habe ich Reiseberichte auf griechenlanderleben.wordpress.com veröffentlicht. Teils überschneidet sich der Inhalt mit diesem Blog. Mit Wordpress konnte ich ihn jedoch besser strukturieren. So sind auf der Wordpress-Site die Reiseberichte auf einzelne Seiten verteilt, so dass sie sich schneller laden. Vor allem aber kann man sie bequem von oben nach unten in der natürlichen, chronologischen Reihenfolge lesen, während hier auf griechenlanderleben.blogspot.com stets der aktuelleste Artikel zuobert steht, was für ein Reisetagebuch wenig sinnvoll ist.
Wandern
Alle Reiseberichte in diesem Blog und in meinem Wordpress-Blog , der sie besser chronologisch darstellt und zusätzliche enthält, beschreiben auch unsere Wanderungen zu Klöstern, Dörfern, Stränden, Ausgrabungsstätten oder einfach quer über die Inseln
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