Am 10. Februar ist der Gedenktag des Heiligen Charalambos. Viele griechisch orthodoxe Gemeinden feiern sein Fest mit einem Panigyri und einer festlichen Prozession, bei der seine Ikone durch die Straßen getragen wird. Gefeiert wird er beispielsweise in Filiatra und Pyrgos auf der Peloponnes, in Xanthi (Westthrakien), Exo Gonia auf der Insel Santorini und auf der Insel Kea, deren Schutzpatron er ist.
Der "vor Freude Glänzende" bedeutet sein griechischer Name. Der Sohn einer griechischen Familie, dem zahlreiche Wunder zugeschrieben werden, lebte im 2. Jahrhundert und war Bischof von Magnesia in der heutigen Türkei.
9. Februar 2016
3. Februar 2016
Streiks am 4. Februar 2016, die Reisende betreffen
Nahezu das gesamte öffentliche Leben in Griechenland soll am 4. Februar 2016 durch einen Generalstreik lahmgelegt werden. Hintergrund und weitere Informationen dazu in den vorherigen Blogbeiträgen und via Links am Ende dieses Artikels. Hier die für Reisende relevanten Einzelheiten:
Flugverkehr
Streik der Fluglotsen: In den vier Stunden von 8.00 bis 12.00 Uhr
Fähren und Schiffe
Streik der Seeleute (Gewerkschaft PNO): 48 Stunden von
Donnerstag, den 4.Februar, 6.00 Uhr morgens bis Samstag, 6. Februar,
6.00 Uhr morgens.
Straßenverkehr und Taxis
Streik der Taxifahrer: 24 Stunden
Streik der Tankstellen: 24 Stunden
Bahn
Streik bei der Griechischen Eisenbahn: 24 Stunden
Öffentlicher Nahverkehr
Athen
Streik bei Tram, Metro und ISAP (U- und S-Bahn): Metrolinie 1 (auch ISAP oder Elektrische genann) und Teilstrecke der Metro-Linie 3 zwischen Flughafen und D.Plakentias fällt 24 Stunden aus, denn diese Teilstrecke wird von dem bestreikten Proastiakos bedient. Übrige Linien und Strecken der Metro verkehren zwischen 10 und 15 Uhr. Nur davor und danach wird gestreikt.
Streik bei Bussen: Vor 9.00 Uhr morgens und ab 21.00 Uhr
Streik bei Trolleybussen: 24 Stunden
Streik bei Vorortbahn von Athen (Proastiakos): 24 Stunden
Thessaloniki
Streik bei städtischen Verkehrsbetrieben: 24 Stunden, evt. ca. stündl. Notfallfahrplan
Diverses
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30. Januar 2016
Streiks der Woche in Griechenland
Zusammenfassung - ergänzt und aktualisiert am 3. Februar 2016
Wie schon angekündigt, konzentrieren sich die Streiks
Wie gewohnt bei einem Generalstreik in Griechenland, d.h. einem Streikaufruf beider Gewerkschaftsdachorganisations ADEDY und GSEE, beteiligen sich nicht alle under diesen Dachverbänden organisierten Einzelgewerkschaften gleichermaßen. Und wie gewohnt, geben manche von ihnen ihre Streikabsicht bekannt - die einer früher, die anderen später - manche gar nicht.
Die neueste Bekundigung,
Die ganze Woche lang wollen die griechischen Notare und Gerichtsvollzieher streiken. Bis 8. Februar sind die Rechtsanwälte im Ausstand. Die Massenmedien treten mal wieder einen Tag vor dem Generalstreik in den Ausstand, also am 3. Februar, um am großen Streik- und Protesttag selbst berichten zu können.
Übersicht über für Reisende relevante Streiks
Nachstehend nochmal alle bislang angekündigten auch Reisende betreffenden Streiks im Überblick. (Sollten sich neue dazu gesellen, von denen ich erfahre, werde ich diesen Artikel entsprechend ergänzen)
Luftverkehr
4 Stunden, von 8.00 bis 12.00 Uhr streiken die Fluglotsen, wodurch zahlreiche Flüge ausfallen.
Fähren und Schiffe
Die in der Gewerkschaft PNO organisierten Seeleute streiken 48 Stunden von Donnerstag, den 4.Februar, 6.00 Uhr morgens bis Samstag, 6. Februar, 6.00 Uhr morgens.
Straßenverkehr
Am 4. Februar streiken die Tankstellen in Griechenland.
Bauernproteste und Blockaden von Straßen und Plätzen durch Landwirte führen zu Behinderungen an wichtigen Verkehrsknotenpunkten. Schwerpunkt ist momentan Thessaloniki, wo eine Landwirtschaftsmesse stattfindet. Bauern versuchen mit ihren Traktoren auch die Zufahrten zu Flughäfen zu blockieren. Sie hatten bereits viele Traktoren an einer Kreuzung beim Flughafen von Athen stationiert und scheinen dies nächste Woche auch in Thessaloniki vorzuhaben.
Bahn
Am 4. Februar streikt die griechische Eisenbahn 24 Stunden.
Taxis
Öffentlicher Nahverkehr von Athen
Tram, Metro und ISAP (U- und S-Bahn) streiktam 2. Februar 11 bis 16 Uhr.
Am 4. Februar verkehrt die Teilstrecke der Metro Linie 3 zwischen Flughafen und D.Plakentias 24 Stunden lang nicht, denn sie wird von dem bestreikten Proastiakos bedient. Die übrigen Metrolinien verkehren zwischen 10 und 15 Uhr und streiken nur davor und danach.
Busse
Dienstag, 2. Februar 2016: 11 bis 16 Uhr
Donnerstag, 4. Februar 2016: bis 9 Uhr und ab 21 Uhr
Trolleybusse streikenDienstag, 2. Februar 2016: 11 bis 16 Uhr
Donnerstag, 4. Februar 2016: 24 Stunden
Vorortbahn von Athen (Proastiakos)
24-stündige Streik am 4. Februar
Diverses, wie z.B. Ausgrabungsstätten, Museen, Behörden
Da
für den 4. Februar die beiden großen griechischen Gewerkschaftsverbände
zum Streik aufgerufen haben, was einem Generalstreik gleichkommt, ist
in vielen Bereichen mit Streiks zu rechnen.Weitere Artikel zu verwandten Themen:
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> Jeder protestiert auf seine Weise
> Griechische Gewerkschaften und ihre Streikaufrufe
29. Januar 2016
Aktuelle Streikmeldungen für Griechenland
Nicht alles ganz so umfangreich und problematisch wie es klingt!
(zweimalig aktualisiert am 30. Januar 2016
- letzte neue Meldung: Seeleute streiken 4. und 5. Februar 2016)
Viele Menschen in Griechenland mussten immer wieder harte Einschnitte hinnehmen. Nun steht eine Reform des Rentensystems an, die mit Schließung bzw. Zusammenschluss von Rentenkassen sowie Nachteilen und erhöhten Ausgaben für die Versicherten einhergeht. Streiks und Proteste sind die Folge. Nachstehend eine Zusammenfassung der wichtigsten aktuell geplanten Streiks und Proteste mit Schwerpunkt auf denjenigen, die Reisende in Griechenland betreffen. Dazu meine Anmerkung: Lassen Sie sich davon nicht von Urlaubsplänen in Griechenland abbringen! Erfahrungsgemäß beruhigt sich gerade nach einem Proteststurm wie dem momentanen die Lage wieder. Vor allem aber kommt es in den Sommermonaten und zu Hauptreisezeiten nach bisheriger Beobachtung kaum zu Streiks. Zudem wird nicht alles so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Nicht immer beteiligen sich wirklich alle Aufgerufenen an Streiks. Zudem ist die Hilfs- und Improvisationsbereitschaft der Griechen generell groß, so dass man auch als Individualreisender kaum große Probleme hat. Pauschalreisen haben ohnehin großenteils eigene Leistungsträger, die meist nicht von Streiks betroffen sind.- letzte neue Meldung: Seeleute streiken 4. und 5. Februar 2016)
Fähren und Schiffe
Der am Mittwoch, den 27. Januar, begonnene Streik wurde ausgeweitet bis Sonntagmorgen, 6 Uhr.
Straßenverkehr
Bauernproteste und Blockaden von Straßen und Plätzen durch Landwirte führen zu Behinderungen an wichtigen Verkehrsknotenpunkten. Schwerpunkt ist momentan Thessaloniki.
Taxis
Am 4. Februar wollen die Taxifahrer in ganz Griechenland 24 Stunden streiken
Öffentlicher Nahverkehr von Athen
Tram, Metro und ISAP (U- und S-Bahn) streikt am 2. Februar 11 bis 16 Uhr
Busse und Trolleys streiken zu folgenden Zeiten
Dienstag, 2. Februar 2016: 11 bis 16 Uhr
Donnerstag, 4. Februar 2016: bis 9 Uhr und ab 21 Uhr
Diverse, wie z.B. Ausgrabungsstätten, Museen, Behörden
Da für den 4. Februar die beiden großen griechischen Gewerkschaftsverbände zum Streik aufgerufen haben, was einem Generalstreik gleichkommt, ist in vielen Bereichen mit Streiks zu rechnen.
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Streik bei Fähren u. Schiffen geht weiter
Letzte Nacht hat die Gewerkschaft PNO der griechischen Seeleute eine Ausweitung des seit Mittwoch, 27. Januar andauerenden Streiks um weitere 48 Stunden bis um 6 Uhr morgens am Sonntag, 31. Januar beschlossen.
Auch danach kehrt noch keine Ruhe ein. Für Donnerstag, 4. Februar 2016 haben die beiden großen Gewerkschaftsdachverbände ADEDY und GSEE zum Streik aufgerufen. In solchen Fällen spricht man von einem Generalstreik. Sogar die Taxifahrer, die in letzter Zeit selten an solchen Aktionen teilnahmen, wollen am 4.2. streiken.
Quelle: griechischsprachige Website der Gewerkschaft PNO und Streikkalender www.apergia.gr
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> Griechische Gewerkschaften und ihre Streikaufrufe
Auch danach kehrt noch keine Ruhe ein. Für Donnerstag, 4. Februar 2016 haben die beiden großen Gewerkschaftsdachverbände ADEDY und GSEE zum Streik aufgerufen. In solchen Fällen spricht man von einem Generalstreik. Sogar die Taxifahrer, die in letzter Zeit selten an solchen Aktionen teilnahmen, wollen am 4.2. streiken.
Quelle: griechischsprachige Website der Gewerkschaft PNO und Streikkalender www.apergia.gr
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24. Januar 2016
Streik- und Protestwelle in Griechenland geht weiter
Seit Beginn des Jahres häufen sich nach einer ruhigen Phase wieder Protest- und Streikaktionen in Griechenland.
Einige der Streiks treffen auch Reisende.
- aktualisiert am 27. Januar 2016 -
Es ist vor allem die Reform des Rentensystems, die tausende Griechen weg vom Arbeitsplatz und auf die Straßen treibt. Viele befürchten Einbußen bei der geplanten Zusammenlegung von Rentenkassen, die die Schließung von Einzelkassen bedeutet, und Belastungen - 20 Prozent des Einkommens sollen für die meisten in Zukunft für das neue System fällig werden. Gleichzeitig sollen auch u.a. bisherige Steuererleichterungen für Bauern wegfallen. Viele Menschen bekunden ihre Solidarität. Viele folgen den Streikaufrufen von Gewerkschaften. Solidaritätsbekundigungen gibt es aber auch mit Flüchtlingen. So wird gegen den Grenzzaun am Fluss Evros an der türkisch-griechischen Grenze protestiert. Einige der Demonstranten haben sich dabei symbolisch Schwimmwesten angezogen, denn sie geben der Sicherung dieser Grenze die Schuld daran, dass Flüchtlinge den gefährlicheren Weg über das Meer wählen, der immer wieder Menschenleben kostet.
Ausgedehnt sind beispielsweise Rechtsanwälte im Ausstand. Die Notare haben sich ihnen angeschlossen und streiken bis 29. Januar. Am 25. Januar streiken Athener Ärzte, am 28. Januar Beschäftigte bei Kommunen, beim Sozialversicherungsträger IKA und den Massenmedien einschließlich Journalisten, so dass auch am 29. Januar die meisten Zeitungen nicht erscheinen.
Nachstehend die wichtigsten Streiktermine in nächster Zeit, von denen Reisende betroffen sind:
27./28. Januar 2016: 48-stündiger Streik der Seeleute, zu dem der 14 Einzelgewerkschaften umfassende Gewerkschaftsverband PNO aufgerufen hat. Fähren und andere Schiffe werden von Mittwoch 6 Uhr morgens bis zum Freitagmorgen in den Häfen bleiben.* REISENDE s. TIPP am Ende des Beitrags!
4. Februar 2016: Für den ersten Donnerstag im Februar haben die zwei großen Dachverbände der griechischen Gewerkschaften zum Streik aufgerufen: ADEDY, die Dachorganisation des öffentlichen Dienst und GSEE, der Dachverband der Privatwirtschaft. Auf einen solchen Aufruf hin entscheiden sich dann die unter dem jeweiligen Zusammenschluss organisierten Einzelgewerkschaften, ob und in welchem Umfang sie ihm folgen. Da ein Großteil der griechischen Gewerkschaften einem dieser zwei Dachverbände angehören, kann von einem Generalstreik gesprochen werden. Die Seeleute haben jedenfalls schon angekündigt, dass sie auch an diesem Streik teilnehmen wollen, so dass wieder Fähren und Schiffe ausfallen. Auch die Taxifahrer wollen sich beteiligen.
Es ist zu fürchten, dass weitere öffentliche Verkehrsmittel ebenfalls betroffen sein werden, ebenso wie Museen, Ausgrabunsstätten, Behörden etc.
Außerdem können Reisende zur Zeit in Griechenland durch wiederholte Blockaden von Straßen und Plätzen durch Bauern in ganz Griechenland beeinträchtigt werden.
-- --
*TIPP für Reisende: Hat man Reisepläne oder vielleicht sogar schon ein Ticket für diese Zeit, so lohnt es sich immer, bei der Gesellschaft nachzufragen. Kleinere, private Gesellschaften, verkehren manchmal trotzdem und auch internationale Fähren mit internationaler Besatzung sind meist nicht betroffen.
Quellen:
Griechischsprachiger Streikkalender apergia.gr
Englische Onlineausgabe Ekathimerini der griechischen Tageszeitung Kathemerini
deutschsprachige Griechenland-Zeitung
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19. Januar 2016
Jeder protestiert auf seine Weise
Griechenland muss sparen. Es muss Geld auftreiben. Es soll Auflagen seiner Kreditgeber und damit verbandelter Institutionen erfüllen. Das nimmt Formen an, die mehr oder weniger sinnvoll sind und teils die Richtigen, öfter aber wohl die Falschen treffen. Entsprechend groß ist das Aufbegehren in Griechenland. Momentan sind zahlreiche Streiks und Protestkundgebungen angesagt.
Und entsprechend bissig sind die Kommentare, wenn es mal wieder weniger sinnvoll bis sinnlos ist, was da so im Parlament diskutiert wird, in Regierungskreisen vor sich hin köchelt oder gerade beschlossen wird.
Wie überall - nicht nur in Griechenland - kann es nicht ausbleiben, dass manche der Protestaktionen auch wieder selbst die Falschen treffen. Ein Beispiel dafür sind Streiks, die Massenverkehrsmittel lahmlegen und Bürgern Unannehmlichkeiten machen und/oder Touristen abschrecken, was für einen bedeutenden Wirtschaftszweig des Landes alles andere als förderlich ist.
Anderen Formen des Reagierens und Aufbegehrens gelingt es unter Meidung derartiger "Risiken und Nebenwirkung" Missstände aufzuzeigen, Entscheidungsträger auf dem Holzweg bloßzustellen und den Betroffenen sowie aller Welt zumindest was zum Lachen zu geben. Dazu gehören die einzigartig witzigen griechischen Twitterstürme - sich auf dem Kurznachrichtendienst Twitter wie ein Lauffeuer verbreitende Nachrichten und Kommentare, denen sich laufend neue zugesellen. Der aktuelle unter dem Kennwort (Hashtag) #kota_sto_Maximou wurde Berichten zufolge von einer Frau ausgelöst, die den gerade in der Villa Maximos - dem Amtssitz des griechischen Premierministers - konferierenden Chefs der Regierungs- und Oppositionspartei ein Huhn zugesellte, das sie mit den Worten "Komm, Alexi, geh rein!" auf den Weg durch den schmiedeeisernden Zaun in den Vorgarten des Premierpalasts schickte. Offenbar hieß die Henne auch Alexis wie der Regierungschef. Unter dem Hashtag #kota_sto_Maximou lassen zur Zeit die Griechen mit Humor und Sarkasmus ihrem Unmut freien Auslauf. Allmählich greifen auch andere Medien die Geschichte auf.
"Eine Henne in der Villa Maximos (=Amtssitze des griechischen Premiers) gibt es jetzt schon seit Jahren. Man nennt sie Premierminister, wie ich meine." meint Twitterer @Drakompala.
"Die Henne, die sie in die Villa Maxima geschickt haben fand ein tragisches Ende" stellte @manolishatz fest und lieferte die Illustration dazu.
Hier stellt der Twitterer des zentralen, bebilderten Tweets angesichits eines sein Verdauungsschläfchen haltenden Parlamentariers fest:
"Sucht nicht mehr nach dem Huhn. Ich habe es gegessen"
Ein ähnlicher Sturm brach auf Twitter unter dem Hashtag #kastanas los, als es mal wieder in Thessaloniki den Falschen in Form eines alten Kastanienverkäufers traf, der mit großem Polizeiaufgebot dingfest gemacht wurde, nachdem er Kunden ihr Tütchen Kastanien ohne die obligatorische Quittung ausgehändigt hatte.
>Video mit der Frau, die das Huhn in den Vorgarten der Villa Maximo setzte.
> Ähnlicher Twittersturm unter #kastanas gegen Festnahme eines Kastanienverkäufers
> Twittersturm #tyropita , ausgelöst über Studie, die besagte griechische Studentinnen verkaufen sich für etwas Essbares
Und entsprechend bissig sind die Kommentare, wenn es mal wieder weniger sinnvoll bis sinnlos ist, was da so im Parlament diskutiert wird, in Regierungskreisen vor sich hin köchelt oder gerade beschlossen wird.
Wie überall - nicht nur in Griechenland - kann es nicht ausbleiben, dass manche der Protestaktionen auch wieder selbst die Falschen treffen. Ein Beispiel dafür sind Streiks, die Massenverkehrsmittel lahmlegen und Bürgern Unannehmlichkeiten machen und/oder Touristen abschrecken, was für einen bedeutenden Wirtschaftszweig des Landes alles andere als förderlich ist.
Anderen Formen des Reagierens und Aufbegehrens gelingt es unter Meidung derartiger "Risiken und Nebenwirkung" Missstände aufzuzeigen, Entscheidungsträger auf dem Holzweg bloßzustellen und den Betroffenen sowie aller Welt zumindest was zum Lachen zu geben. Dazu gehören die einzigartig witzigen griechischen Twitterstürme - sich auf dem Kurznachrichtendienst Twitter wie ein Lauffeuer verbreitende Nachrichten und Kommentare, denen sich laufend neue zugesellen. Der aktuelle unter dem Kennwort (Hashtag) #kota_sto_Maximou wurde Berichten zufolge von einer Frau ausgelöst, die den gerade in der Villa Maximos - dem Amtssitz des griechischen Premierministers - konferierenden Chefs der Regierungs- und Oppositionspartei ein Huhn zugesellte, das sie mit den Worten "Komm, Alexi, geh rein!" auf den Weg durch den schmiedeeisernden Zaun in den Vorgarten des Premierpalasts schickte. Offenbar hieß die Henne auch Alexis wie der Regierungschef. Unter dem Hashtag #kota_sto_Maximou lassen zur Zeit die Griechen mit Humor und Sarkasmus ihrem Unmut freien Auslauf. Allmählich greifen auch andere Medien die Geschichte auf.
"Eine Henne in der Villa Maximos (=Amtssitze des griechischen Premiers) gibt es jetzt schon seit Jahren. Man nennt sie Premierminister, wie ich meine." meint Twitterer @Drakompala.
"Die Henne, die sie in die Villa Maxima geschickt haben fand ein tragisches Ende" stellte @manolishatz fest und lieferte die Illustration dazu.
Hier stellt der Twitterer des zentralen, bebilderten Tweets angesichits eines sein Verdauungsschläfchen haltenden Parlamentariers fest:
"Sucht nicht mehr nach dem Huhn. Ich habe es gegessen"
Ein ähnlicher Sturm brach auf Twitter unter dem Hashtag #kastanas los, als es mal wieder in Thessaloniki den Falschen in Form eines alten Kastanienverkäufers traf, der mit großem Polizeiaufgebot dingfest gemacht wurde, nachdem er Kunden ihr Tütchen Kastanien ohne die obligatorische Quittung ausgehändigt hatte.
Mehr zu diesem und anderen griechischen Twitterstorms
> Weitere Momentaufnahmen vom 19. Januar 2016 (Fotos mit griechischem Text)>Video mit der Frau, die das Huhn in den Vorgarten der Villa Maximo setzte.
> Ähnlicher Twittersturm unter #kastanas gegen Festnahme eines Kastanienverkäufers
> Twittersturm #tyropita , ausgelöst über Studie, die besagte griechische Studentinnen verkaufen sich für etwas Essbares
Kretische Gruppe Chainides 2016 auf Europatour
Die 1990 gegründete kretische Musikband, die seither einige CDs herausgebracht hat und viele erfolgreiche Auftritte in Kreta und im Ausland hatte, nennt sich Χαΐνηδες, in lateinischen Buchstaben kann man das entweder als Chainides wiedergeben, so wie man es ausspricht, oder buchstabengetreuer als Xainides. Manchmal liest man auch Hainides für diese kretische Dialektwort, das Rebellen bedeutet. Denn es geht auf das arabische Hain für Rebell zurück. 2016 will sie auf Europatour gehen - Gelegenheit also, sie u.a. auch in Deutschland und der Schweiz zu hören und zu sehen. Hier ihr Lied "Akrobat", zu dem auch der griechische und deutsche Text online stehen.
16. Januar 2016
Viele Streiks und Proteste in nächster Zeit
Generalstreik am 4. Februar. Doch auch schon zuvor zahlreiche Streik- und Protestaktionen
(aktualisiert am 19.01.2016)Der geplanten Rentenreform wird in Griechenland mit einer Reihe von Protesten begegnet, die am 4. Februar in einem Generalstreik gipfeln sollen, wie die zwei großen Gewerkschafts-Dachverbände GSEE und ADEDY am 15.1. beschlossen haben. Doch auch bereits für die nächsten Tage sind zahlreiche Protest- und Streikaktionen geplant.
Der Gewerkschaftsverband der öffentlichen Dienstes ADEDY will Samstag Mittag eine Kundgebung auf dem zentralen Athener Omonia-Platz halten.
Die bereits diese Woche begonnenen, gehäuften, jeweils 3-stündigen Bahnstreiks sollen nächste Woche vom 19. bis 21. Januar dreimal täglich fortgesetzt werden.
Auch der Streik der Rechtsanwälte, die bereits diese Woche im Ausstand waren, soll bis nächsten Freitag weitergehen.
Am 20. und 21. Januar findet der schon vor einiger Zeit angekündigte 48-stündige Streik der Seeleute statt.
Nun hat zudem die Berufsvereinigung der Ingenieure TEE diesen Freitag, den 15.1., einen ganzwöchigen Streik ihrer Mitglieder vom 18. bis 22. Januar beschlossen.
Ärztestreik: Die Athener Medizinische Vereinigung (ISA) entschied am Dienstag, sich den Protesten anzuschließen und am Donnerstag, den 21. Januar, zwischen 11:00 Uhr und 15:00 Uhr die Arbeit niederzulegen und zu einer Demonstration im Zentrum Athens zu gehen.
Landwirte wollen in den nächsten Tagen bereits mehrere Demonstrationen abhalten und schließlich einen großen motorisierten Protest in Athen am 28. Januar.
Die Beschäftigten der kommunalen Servicezentren für Bürgerservice (KEP) wollen am Mittwoch, den 20. Januar streiken.
Die Lehrer streiken am Donnerstag, den 21. Januar.
Quelle: Griechischsprachiger Streikkalender apergia.gr
Weitere nützliche Informationen z. Streiks bei Massenverkehrsmitteln:
> wie Metro / S-Bahn von Athen betroffen ist
> Griechische Gewerkschaften und deren Streikaufrufe
13. Januar 2016
Streikankündigungen für Bahn- und Schiffsverkehr
Griechische Eisenbahn, Proastiakos und U-Bahnverbindung zum Flughafen Athen
Arbeitsniederlegungen sind geplant für:Donnerstag, 14. Januar 2016: 12:00 bis 15:00 Uhr
Di., 19. Jan. bis Do., 21. Jan. 2016:
jeweils 5:00 bis 8:00, 13:00 bis 16:00 und 21:00 bis 24:00 Uhr.
Neben der Eisenbahn griechenlandweit ist auch der Proastiakos, wie die Vorstadt- bzw. S-Bahn von Athen, Patra und Thessaloniki genannt wird, betroffen. Da er in Athen auch den Teil der Metrolinie 3 zwischen Internationalem Flughafen und der Station Station Douk. Plakentias bedient, kann man während der Streikintervalle auch nicht bis zum und vom Athener Flughafen Eleftherios Venizelos fahren. Eine Alternative als Flughafenverbindung sind Expressbusse.
(griechischsprachige Pressemitteilung)
Schiffe und Fähren
Die Gewerkschaft PNO, die die griechischen Seeleute vertritt, hat einen 48-stündigen Streik für Mittwoch, 20. Januar, und Donnerstag, 21. Januar 2016 angekündigt. Das bedeutet, dass ein Großteil der innergriechischen Fähren im Hafen bleiben. Erfahrungsgemäß sind kleinere, private Gesellschaften und internationel Fähren mit internationaler Besatzung normalerweise von derartigen Streiks nicht betroffen.Quelle (auf Griechisch):
http://new
Verwandter Artikel / weitere Informationen:
> Athener Metro
12. Januar 2016
Unwort des Jahres 2015 "Gutmensch"; Rüge für "Hausaufgaben"
Sie ist gefallen, die Wahl der Jury aus Sprachwissenschaftlern für das "Unwort des Jahres" 2015. Sie fiel auf Gutmensch. Damit ist ein weiteres Wort aus dem Rennen, das auch unter den Vorschlägen für diese Kür war: Grexit.
Noch so ein Wort, das auch mir 2015 immer wieder bitter aufgestoßen ist, sobald es in den Medien auftauschte (und das war leider oft!) war Hausaufgaben. Dafür gab es zumindest eine Rüge mit folgendem Wortlaut, die mir sehr gut gefällt:
Noch so ein Wort, das auch mir 2015 immer wieder bitter aufgestoßen ist, sobald es in den Medien auftauschte (und das war leider oft!) war Hausaufgaben. Dafür gab es zumindest eine Rüge mit folgendem Wortlaut, die mir sehr gut gefällt:
Das Wort „Hausaufgaben“ wurde in den Diskussionen um den Umgang mit Griechenland in der EU nicht nur, aber besonders im Jahr 2015 von Politikerinnen und Politikern, Journalistinnen und Journalisten als breiter politischer Konsensausdruck genutzt, um Unzufriedenheit damit auszudrücken, dass die griechische Regierung die eingeforderten so genannten Reformen nicht wie verlangt umsetze: Sie habe ihre „Hausaufgaben“ nicht gemacht. In diesem Kontext degradiert das Wort souveräne Staaten bzw. deren demokratisch gewählte Regierungen zu unmündigen Schulkindern: Ein Europa, in dem „Lehrer“ „Hausaufgaben“ verteilen und die „Schüler“ zurechtweisen, die diese nicht „erledigen“, entspringt einer Schule der Arroganz und nicht der Gemeinschaft. Das Wort ist deshalb als gegen die Prinzipien eines demokratischen Zusammenlebens in Europa verstoßend zu kritisieren.
10. Januar 2016
Inselparadiese - OHNE ...
Was im Großen schwer durchzusetzen ist, lässt sich im Kleinen oft eher realisieren.
Sei es nun ein Leben ohne Autos oder ein Leben ohne Plastiktüten, die überschaubare Welt einer kleinen griechischen Insel bietet eher eine Chance für das Gelingen solcher Ansinnen, als größere Gemeinwesen und kann den Beweis erbringen, dass es geht, wenn man will. Damit können Inseln Vorbildfunktion übernehmen und zeigen, was solcher Verzicht an Qualität für Leben und Umwelt bringt.
Die kleine, grüne zur Gruppe der Sporaden gehörige Insel ist seit dem 1. Dezember 2015 die erste griechische Insel, auf der auf Initiative des Bürgermeisters keine Plastiktüten mehr im Gebrauch sind.
Sei es nun ein Leben ohne Autos oder ein Leben ohne Plastiktüten, die überschaubare Welt einer kleinen griechischen Insel bietet eher eine Chance für das Gelingen solcher Ansinnen, als größere Gemeinwesen und kann den Beweis erbringen, dass es geht, wenn man will. Damit können Inseln Vorbildfunktion übernehmen und zeigen, was solcher Verzicht an Qualität für Leben und Umwelt bringt.
Autofreies Hydra
Ohne Autos geht's auf der Insel Hydra. Nur ein Kraftfahrzeug gibt es dort: Das der Müllabfuhr. Ansonsten nutzt man Esel und Boote für den Transport. So ist das auf der ca. 65 km südwestlich von Athen im saronischen Golf gelegenen Insel schon seit Jahrzehnten. Und auch Plastikstühle und Parabolantennen sind auf der sehr homogenen, unter Denkmalschutz stehenden Insel tabu.Plastiktütenfreies Alonnisos
Ohne Plastiktüten soll es jetzt auf der zum „Natura 2000“-Netzwerk gehörigen Insel Alonnisos gehen.Die kleine, grüne zur Gruppe der Sporaden gehörige Insel ist seit dem 1. Dezember 2015 die erste griechische Insel, auf der auf Initiative des Bürgermeisters keine Plastiktüten mehr im Gebrauch sind.
Unterstützt wird die Initiative von einem NGO-Netzwerk, dessen Bemühen eine intakte Umwelt und ein Wandel der
Verbrauchergewohnheiten sind. Beteiligt daran sind auch Schüler und Schülerinnen der Insel. In einer Kampagne werden alle
Einwohner aufgefordert, statt Plastiktüten
Mehrweg-Tragetaschen zu benutzen.
Quellen:
Foto von Alonnisos: Giuliagi (eigene Arbeit) [CC BY-SA 3.0 ], via Wikimedia Commons
Informationen zu Alonissos: Griechenland aktuell
Quellen:
Foto von Alonnisos: Giuliagi (eigene Arbeit) [CC BY-SA 3.0 ], via Wikimedia Commons
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